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Live: Ergebnisse zur US-Wahl - Rennen ist knapper als erwartet

Das Ergebnis der US-Wahl wird knapp.
Das Ergebnis der US-Wahl wird knapp. ©APA/AFP/JIM WATSON/SAUL LOEB
Die US-Wahl dürfte wohl nicht so deutlich ausfallen, wie zuvor prophezeit. Donald Trump und Joe Biden liegen bei den Ergebnissen noch Kopf an Kopf. Hier gibt es den Live-Ticker.

Das Rennen um die US-Präsidentschaft ist knapper als erwartet, erklärte Österreichs Botschafter in den USA, Martin Weiss, Mittwochfrüh beim virtuellen "Election Breakfast" der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG). Es könnte auf das Ergebnis des US-Staates Pennsylvania ankommen, wo die Auszählung der Briefwahlstimmen erst heute begonnen habe und noch Tage dauern könnte. Auch Österreichs Wirtschaftsdelegierter in New York, Michael Friedl, sieht keine "blaue Welle". Die Farbe blau ist die Parteifarbe der US-Demokraten, die Republikaner sind rot gefärbt.

US-Wahl: Ergebnis knapper als erwartet

Die Wirtschaft hoffe jedenfalls auf ein klares Ergebnis, betonte der Wirtschaftsdelegierte Friedl. Unklarheiten würden die Börse und die Investitionsentscheidungen negativ beeinflussen. Bei einer Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump wisse die Wirtschaft, womit sie zu rechnen habe - er habe mit Steuererleichterungen und Deregulierung zwar der Wirtschaft geholfen, aber mit den vom Zaun gebrochenen Handelskonflikten und Strafzöllen auch Lieferketten und Außenhandel negativ beeinflusst. Es gehe dieses Jahr aber auch um "Emotionen" bei der Wahl, spielte er auf die Debatte um die zunehmende Spaltung der Gesellschaft an.

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Auch die Coronavirus-Infektionen seien ein großes Thema im Wahlkampf gewesen, so Weiss. "Jeder Präsident wird daran gemessen, wie er damit umgeht. Die Krise ist hier noch lange nicht vorbei."

Schallenberg über knappes Rennen nicht überrascht

Außenminister Alexander Schallenberg hat sich am Mittwoch über das knappe Rennen bei der US-Präsidentschaftswahl wenig überrascht gezeigt. "Wir haben immer gewusst, dass diese Präsidentschaftswahl sehr stark umkämpft sein wird - das ist das Salz in der Suppe der Demokratie", ließ Schallenberg auf APA-Anfrage wissen. Auf die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, wegen der Auszählung der Briefwahlstimmen den "Supreme Court" anzurufen, ging Schallenberg vorerst nicht ein.

Bei manchen europäischen Kommentatoren scheine nun aber die Enttäuschung durchzuschimmern, dass es doch ein "Kopf-an-Kopf Rennen" sei, kommentierte der Außenminister (ÖVP). "Da braucht es jetzt eine Prise Realismus und Nüchternheit - denn nicht wir Europäer wählen den US-Präsidenten."

Schallenberg: Europa sollte auf die USA zugehen

Er hoffe aber, dass die US-Wahl keine unendliche Geschichte werde, erklärte Schallenberg. "Wir wollen keine USA der Nabelschau und Introversion. Wir brauchen sie als starker Partner, der nach außen wirkt und sich international engagiert. Wer auch immer letztlich ins Weiße Haus einzieht: Was wir schon jetzt wissen - Europa sollte auf die USA zugehen. Unser Ziel sollte es sein, den Nordatlantik wieder ein Stück kleiner zu machen."

(APA/red)

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