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Das sind die Party-Regeln für Silvester

So wird Silvester 2020 gefeiert.
So wird Silvester 2020 gefeiert. ©APA
Nach den Lockerungen der Coronamaßnahmen zur Weihnachtszeit sollen die Regelungen zu Silvester wieder verschärft werden. Die Regierung gab Freitagabend bekannt, welche Regeln geplant sind.
Regierung will große Feiern verbieten

Angesichts der nach wie vor hohen Infektionszahlen hat die Regierung Freitagabend wieder Verschärfungen der Corona-Maßnahmen angekündigt. Bei Silvesterfeiern sind nur maximal zwei Haushalte erlaubt. Ausnahmen gibt es für den Heiligen Abend und den Christtag, da sind zehn Personen zulässig. Das gab Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Pressekonferenz nach einer Konferenz mit den Landeshauptleuten bekannt.

Maskenpflicht auf belebten Plätzen

Es gelten weiterhin auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 20.00 bis 6.00 Uhr. Diese entfallen in der Silvesternacht, sagte Kurz. Allerdings erhalten nun - auch angesichts der Feierlichkeiten - die Bundesländer die Möglichkeit, eine Maskenpflicht an stark frequentierten Plätzen im Freien einzuführen. Zudem wird Mund-Nasen-Schutz am Arbeitsplatz verpflichtend, überall dort, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann.

Ab 26. Dezember nur mehr eingeschränkte Treffen

Nachdem am Heiligen Abend und am Christtag Treffen mit zehn Personen erlaubt sind, gilt ab dem 26. Dezember wieder die jetzige Regel mit sechs Erwachsenen und sechs Kindern aus maximal zwei Haushalten. Das ist auch für die Silvesterfeierlichkeiten so vorgesehen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einem Pressestatement am Freitagabend.

Österreichs Lage im Kampf gegen die Corona-Pandemie sei weiter angespannt: Kurz appellierte daher, Kontakte auf das Notwendige zu reduzieren, "und auch nicht ständig und dauernd".

"Gerade im privaten Bereich ist die Ansteckung hoch", betonte Kurz. "Das Virus macht vor den Feiertagen keinen Halt." Das Ansteckungsniveau sei nach wie vor zu hoch. "Die Pandemie ist alles andere als vorbei", sagte Kurz. Im Jänner, Februar und März würden noch "harte Zeiten" auf die Österreicher zukommen.

Zweite Tranche der Massentests im Jänner

Mit Testungen, die "uns" - so Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) - noch bis zur Impfung "begleiten werden", soll eine dritte Welle verhindert werden. 

Der Bundeskanzler kündigte die zweite Tranche der Massentests für Jänner an. In den Ländern erfolgt dies von 8. bis 10. Jänner, in Wien sogar bis 17. Jänner. Körpernahe Berufsgruppen müssen sich ab 8. Jänner alle zwei Wochen testen lassen, dazu zählen etwa Lehrer und Pädagogen. Die Gruppen würden nun von der Regierung gemeinsam mit den Sozialpartnern festgelegt.

"Die Lage ist angespannt und wird angespannt bleiben", warnte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und verwies auf die anrollende Grippesaison. "Und wir wissen noch gar nicht, wie die heuer ausfällt." Kogler appellierte an die Bevölkerung: "Wir werden durchhalten, wir wollen durchhalten und durchhalten heißt jetzt auch zusammenhalten."

"Die Länder tragen die heute vorgestellten Maßnahmen natürlich mit. Es sind aber noch einzelne Details zu klären und abzustimmen", sagte Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, nach der Sitzung.

Kurz: Bereitschaft bei Massentests "überschaubar"

Des Weiteren soll es kommendes Jahr bei Bezirken mit einer hohen Sieben-Tage-Inzidenz, die in der Vergangenheit unter Quarantäne gekommen wären, ebenfalls die Möglichkeit von Corona-Tests geben, ebenfalls von 8. bis 10. Jänner geplant, die Regionen "werden zuvor zeitgerecht definiert". Kogler gab an, dass man hier auch die Höhe der Inzidenzen noch festlegen müsse. Kurz stellte im Zusammenhang mit den Massentests fest, dass die "Bereitschaft bei manchen überschaubar" wäre, an diesen auch teilzunehmen: "Ich habe den Eindruck, dass bei vielen Menschen das Bewusstsein für den Ernst der Lage schon wieder zurückgegangen ist", meinte der Kanzler. "Wir haben nicht mehr die mediale Berichterstattung wie vor einigen Wochen mit den Berichten über die übervollen Intensivstationen. Aber ich kann ihnen berichten, die Situation hat sich nicht stark entspannt."

Von einem anzustrebenden Inzidenzwert für weitere Lockerungen sei man jedenfalls weit entfernt: "Die Lage ist angespannt und wird angespannt bleiben", warnte auch Kogler und verwies auf die anrollende Grippesaison. "Und wir wissen noch gar nicht, wie die heuer ausfällt." Kogler appellierte an die Bevölkerung: "Wir werden durchhalten, wir wollen durchhalten und durchhalten heißt jetzt auch zusammenhalten."

Erst Impfungen werden Lockerung bringen, jedoch betonte Kurz, dass nur mit einem "überschaubaren Ausmaß an Tranchen im ersten Quartal zu rechnen" wäre. Das Ziel müsse sein, so schnell wie möglich einen großen Prozentsatz der älteren Bevölkerung zu impfen.

Debatte über zu frühe Lockerung des "harten Lockdowns"

Erst ab 7. Dezember war der harte Lockdown aufgelockert worden. Der Handel durfte unter Auflagen wieder öffnen, ebenso Friseure, Kosmetikstudios, Masseure, Museen und Bibliotheken. Ab 24. Dezember wird Einzel-Outdoor-Sport wie Skifahren oder Eislaufen erlaubt sein. Die Gastronomie, Hotellerie und der restliche Kulturbetrieb bleiben vorerst geschlossen. Zuletzt hatte es wegen der Höhe der Infektionszahlen eine Debatte darüber gegeben, ob Österreich seinen "harten Lockdown" zu früh beendet hat.

(APA/red)

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