Linzer Brucknerhaus feiert das 40-jährige Bestehen

Das Linzer Brucknerhaus ist vor ziemlich genau 40 Jahren feierlich eröffnet worden und das wird nun ausführlich gefeiert. Ein Festkonzert mit den Wiener Philharmonikern am 20. März sowie ein Abend mit Jonas Kaufmann am 5. Mai sind die bereits ausverkauften Höhepunkte. Dirigieren wird das Philharmoniker-Konzert der Oberösterreicher Franz Welser-Möst.


Der künstlerische Leiter der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA), Hans-Joachim Frey, und der kaufmännische Wolfgang Lehner stellten des Programm zum Jubiläum in einer Pressekonferenz am Montag in Linz vor. Die Philharmoniker werden die 28. Symphonie von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Maria Stauds “On Comparative Meteorology” und Anton Bruckners 6. Symphonie zum Besten geben. Ö1 sendet eine Aufzeichnung am Ostermontag. Ein Konzert des Bruckner Orchesters in “seinem” Haus geht sich aus Termingründen nicht aus. Es spielt erst im Mai wieder im Brucknerhaus.

Am 21. März ist ein Tag der offenen Tür unter anderem mit musikalischen Grußbotschaften und Gesprächsrunden sowie Führungen, die einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen, geplant. Im April ist zur Feier des Geburtstages ein Festival “Passion” vorgesehen. Das L’Orfeo Barockorchester sowie das Barockorchester Barucco und namhafte Solisten bringen dabei die Johannespassion und die Matthäuspassion von Bach zu Gehör. Auch ein Frühlingsfestival im Mai zählt noch zum Jubiläumsprogramm. Jonas Kaufmann stellt mit dem Kammerorchester Wien-Berlin Mahlers “Lieder eines Fahrenden Gesellen” in den Mittelpunkt eines Abends. Die Kamerata Baltica unter Dirigentin Mirga Grazinzynte-Tyla holt Stargeiger Gidon Kremer auf die Bühne (18. Mai).

Wolfgang Lehner, der seit 1972 für die LIVA tätig ist und aus Altersgründen an einen Pensionsantritt im kommenden Jahr denkt, erinnert sich, dass Karajan nicht zur Eröffnung auftreten wollte, ohne zuvor mit eigenen Ohren die Akustik im Großen Saal des neuen Gebäudes geprüft zu haben: “Ein Staatsbesuch.” Auf Anregung des Stardirigenten wurden rechtzeitig vor dem Konzert noch zusätzliche Einbauten zur Perfektionierung des Klanges vorgenommen.

Lehner bilanziert bei mehr als 6.000 Eigenveranstaltungen über drei Mio. Besucher im Haus. Seit 1979 gibt es visualisierte Klangwolken. Inklusive der klassischen und Kinder-Klangwolken waren es bisher insgesamt 74 mit weiteren drei Mio. Besuchern im Donaupark. Das Gebäude sei architektonisch unverändert, allerdings gebe es nun “Handlungsbedarf”: Der Teppichboden im Foyer und auf den Stiegenaufgängen sei bald zu erneuern – 250.000 Euro. Zusammen mit Möbeln und technischen Einrichtungen in weiteren LIVA-Einrichtungen – beispielsweise die Sitze im Posthof – sind in den kommenden Jahren bis zu drei Mio. Euro erforderlich.

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