AA

Linz09 ließ Kultureinrichtungen enger zusammenrücken

Die Wahrnehmung von Linz sowohl bei den Bürgern als auch im Tourismus hat sich durch das Kulturhauptstadtjahr 2009 verändert, bilanzierte Walter Putschögl, kaufmännischer Geschäftsführer von Linz09, knapp ein Jahr danach im Gespräch mit der APA.
Negative Besucherzahlen in Linz

Die Nachhaltigkeit sei “sehr stark” und die Zusammenarbeit der Kulturinstitutionen untereinander intensiviert worden. Das habe sich etwa in den geglückten Premieren der “Triennale” oder der “Langen Nacht der Bühnen” gezeigt.

Aus den Restmitteln sei vieles für ein oder gar zwei Jahre gesichert worden, ist Putschögl zufrieden. Einige Projekte würden von anderen Trägern weiter betrieben. “Wir sind froh, dass wir im Gegensatz zu anderen Kulturhauptstädten 2010 und 2011 noch eine hohe Dichte haben.” Offiziell gibt es das Unternehmen Linz09 noch bis Jahresende. Bis dahin will der kaufmännische Leiter die Liquidierung abgeschlossen haben, und offene Projekte wandern in die städtische Direktion Kultur.

Ein positiver Effekt der Kulturhauptstadt ist für Putschögl die gestärkte Zusammenarbeit der Linzer Häuser: Die “Triennale 1.0” sei ein “Gedankenanstoß von Linz09” gewesen. Heuer wurde das Projekt noch mit Restmitteln unterstützt, künftig wollen und müssen die drei Museen die Schau selbst auf die Beine stellen. Die erreichte Besucherzahl von über 50.000 sei für zeitgenössische Kunst hoch, so der Geschäftsführer.

Ein weiteres gelungenes Produkt der 2009 gelernten Zusammenarbeit sieht Putschögl in der “Langen Nacht der Bühnen”, die 2010 aus der Taufe gehoben wurde. Die 25 beteiligten Theater- und Kulturstätten zogen mit 184 Veranstaltungen über 17.000 Besucher an. Das Publikum sei “hochinteressiert” gewesen und habe eine anspruchsvolle Erwartungshaltung an den Tag gelegt. “Ein positives Spannungsverhältnis aus dem Kulturhauptstadtjahr heraus.”

Putschögl ist optimistisch, dass Linz den Schwung aus der Kulturhauptstadt bis zur Eröffnung des neuen Musiktheaters 2013 mitnehmen kann. Die stark gesunkene Auslastung der Museen – teilweise fielen die Besucherzahlen hinter jene von 2008 zurück – ist für ihn eher eine “Frage der Programmierung”. Wäre die Frequenz heuer genau so hoch gewesen wie 2009, “dann hätten wir ja etwas falsch gemacht”, so der Linz09-Geschäftsführer.

  • VIENNA.AT
  • Kultur
  • Linz09 ließ Kultureinrichtungen enger zusammenrücken
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen