Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Leopold Museum 2010: Aquarelle, Olbrich und Otto Muehl

Joseph Maria Olbrich, einer der "vergessenen Secessionisten" und sein Werk.
Joseph Maria Olbrich, einer der "vergessenen Secessionisten" und sein Werk. ©Leopold Museum
Anlässlich des 85. Geburtsages von Rudolf Leopold gibt es "Leopolds verborgene Schätze" zu sehen, im Herbst ist die Fondation Beyeler zu Gast. Im Jänner werden Restitutionsforscher über allfällige Ergebnisse berichten.

Der Ausgang des seit 1998 dauernden Streits um das in New York beschlagnahmte Schiele-Gemälde “Bildnis Wally” ist zwar weiterhin ungewiss – das Programm des Leopold Museums für 2010 steht jedenfalls ganz im Zeichen von Feierlichkeiten. Mit der großen Schau “Leopolds verborgene Schätze. Meisterwerke des österreichischen Aquarells” feiert man den 85. Geburtstag des Sammlers Rudolf Leopold (1. März), in Parallellausstellungen würdigt man das Werk von Linde Waber anlässlich ihres 70. Geburtstags und den ebenfalls 85 werdenden Otto Muehl. Eine weitere Schau ist Joseph Maria Olbrich gewidmet, im Herbst 2010 ist die Fondation Beyeler mit “Giacometti – Cezanne – Picasso” zu Gast.

Museenübergreifende Schiele-Datenbank

Bei der Präsentation des Jahresprogramms am Donnerstag gab Peter Weinhäupl, kaufmännischer Direktor des Hauses, einen Überblick über die Philosophie des Leopold Museums, das sich als “klassisches Sammlermuseum” verstehe. Die “Marke Leopold” sei “für die Ewigkeit eingerichtet” und solle auch in den kommenden Jahrzehnten weiter bestehen. Der Hausherr erholt sich derzeit noch von einer Operation und konnte an der Pressekonferenz nicht teilnehmen. Angekündigt wurde dort auch eine geplante museenübergreifende Schiele-Datenbank, die im kommenden Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Anfang 2010 werde auch die Studie der beiden Restitutionsforscher im Leopold Museum präsentiert. In Bezug auf das “Bildnis Wally” verwies Weinhäupl auf ein voraussichtlich im nächsten Jahr stattfindendes mündliches Verfahren , für das es allerdings noch keinen Termin gebe. Man kümmere sich aber auch um einen Vergleich.

400.000 Besucher für 2009

Über die Besucherzahlen im ablaufenden Jahr 2009 freute sich Weinhäupl, heuer werde man nach einem eher schwachen Jahr 2008 (rund 290.000 Besucher) wahrscheinlich auf 400.000 Besucher kommen. Die ab Jänner eintretende “Problematik des Gratiseintritts” für Jugendliche bis 19 Jahren in den Bundesmuseen sei allerdings eine “gewaltige Wettbewerbsverzerrung”, so Weinhäupl. Das Leopold Museum, das diesen Ausfall nicht refundiert bekommen würde, könne sich die Einführung nicht leisten. “Wir wollen aber mit Qualität gegenhalten”, so der kaufmännische Direktor, der auch die seit 2001 nicht erhöhte Basisabgeltung von 2,762 Mio. Euro ins Gespräch brachte. “Wir bekennen uns dazu, eine Privatstiftung zu sein. Aber der Bund darf langfristig nicht auf uns vergessen.” Derzeit werde ein Eintritt im Leopold Museum mit zehn Euro vom Bund subventioniert, im MUMOK belaufe sich dieser Betrag auf 31 Euro, im MAK auf 48 Euro, so Weinhäupl.

150 Jahre

Die angesprochene “Marke Leopold” wird im Jahr 2010 besonders deutlich in Erscheinung treten. Als erste Hauptausstellung (5.3. bis 24.5.) werden rund 150 Aquarelle aus der Sammlung Leopold vorgestellt – viele davon waren (auch aus konservatorischen Gründen) seit er Eröffnung im Jahr 2001 nicht mehr zu sehen. Die von Elisabeth Leopold getroffene Auswahl von “Leopolds verborgene Schätze” beginnt bei Werken von Rudolf Alt und führt über den Wiener Biedermeier mit Carl Schindler über den Stimmungsimpressionismus mit Eduard Zetsche bishin zum Jugendstil und frühen Expressionisten mit Egon Schiele. Weiter ins 20. hineinreichend werden Arbeiten von Herbert Boeckl, Josef Dobrowsky und Karl Stark gezeigt. “Wir werden eine Homogenität erzeugen, obwohl die Spanne der Werke 150 Jahre umfasst”, erklärte Sammlungskurator Franz Smola.

Stolz auf Leihgaben

Bereits von 12. Februar bis 24. Mai steht “Waber retrospektiv und Weggefährten” auf dem Programm. Ausgangspunkt der Schau sind Linde Wabers Holzschnitte der 60er und 70er Jahre, das graphische Werk steht im Zentrum der Schau. Mit der Ausstellung “Joseph Maria Olbrich. Architekt der Secession” (11.6. bis 27.9.) führt das Leopold Museum seine Serie zu den “vergessenen Secessionisten” fort, parallel gibt Rudolf Leopold Einblicke in seine Sammlung von Arbeiten von Otto Muehl (18.6. bis 4.10.), der am 16. Juni seinen 85. Geburtstag feiert. Sowohl Muehls Kunst als auch seine Vita werde dabei “einer kritischen Betrachtung” unterzogen, wie es im Pressetext heißt.

Besonders stolz zeigte man sich über die Schau mit Leihgaben der Fondation Beyeler, die “das Beste aus der Sammlung mit dem Blick Leopold” zeigen werde. “Giacometti – Cezanne – Picasso” (17.9. bis 17.1. 2011) vereine auch zahlreiche Werke von Degas, van Gogh oder Roy Lichtenstein. Mit der Schau “Egon Schiele und seine Zeit” gastiert das Leopold Museum von 26. Februar bis 6. Juni im Palazzo Reale in Mailand.

www.leopoldmuseum.org

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 7. Bezirk
  • Leopold Museum 2010: Aquarelle, Olbrich und Otto Muehl
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen