Leipziger Buchmesse: Fokus auf Balkan-Staaten

Literatur aus den Balkan-Staaten und aus China soll auf der Leipziger Buchmesse 2009 besonders präsentiert werden. Zum ersten Mal werden auch Bosnien-Herzegowina und Mazedonien dabei sein.

“Wir planen ein umfangreiches Programm für diese beiden Regionen, mit umfangreichen Präsentationen, Lesungen und Gesprächen”, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zur Frühjahrsschau der Bücher werden vom 12. bis 15. März rund 2.300 Aussteller in Leipzig erwartet und damit so viele wie 2008 – trotz Wirtschaftskrise. Traditionell widmet sie sich vor allem dem Blick nach Osten, der jungen Literatur und der Bildung.

Der Buchmesse-Länderschwerpunkt war bereits in den vergangenen beiden Jahren dem Balkan gewidmet: 2007 stellte sich Slowenien vor, 2008 Kroatien. “Vor allem die kroatische Literatur hat mit rund 40 Übersetzungen einen starken Widerhall gefunden”, sagte Zille. “Wir versuchen, diesen Schwung auch für die anderen Länder im ehemaligen Jugoslawien auszunutzen.” Mazedonien und Bosnien- Herzegowina seien etwa zum ersten Mal dabei.

“Wir wollen die Region literarisch erschließen, weil dort spannende Entdeckungen zu machen sind”, sagte der Buchmesse-Chef. Einerseits würden in ihr die Kriegserfahrungen aus den 90er Jahren literarisch verarbeitet, andererseits würden die Autoren die Rolle ihrer Länder in Europa reflektieren. Der deutsche Buchmarkt gilt als weltweit größter Übersetzungsmarkt als ein Sprungbrett in die Welt.

China wird im Herbst Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse sein. Im Zuge einer Kooperation mit Frankfurt widmet sich auch die Frühjahrs-Buchschau in Leipzig diesem Land. “Das China-Jahr beginnt in Leipzig”, sagte Zille. Das Riesenreich sei das erste Mal in größerem Umfang auf der Messe vertreten. Die Leipziger Buchmesse 2008 hatte mehr als hunderttausend Besucher angelockt.

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