Lehrberuf: Entsorgungs- und Recyclingfachkraft

Die WEltbevölkerung produziert immer mehr Müll.
Die WEltbevölkerung produziert immer mehr Müll. ©Pixabay.com
Um den erhöhten Bedarf an Fachkräften Rechnung zu tragen, entwickelte der Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der WKÖ im Rahmen der 3-jährigen Lehrlingsausbildung ein neues Berufsbild.

Aufgrund steigender Mitgliederzahlen, der generellen Entwicklungen im Umweltschutzbereich sowie unter anderem auch aufgrund des Kreislaufwirtschaftspakets befindet sich die Branche in einem Wandel hin zu einer Zukunftsbranche, die vielseitige und innovative Greenjobs in einem spannenden, herausfordernden Betätigungsfeld bietet. Die gemeinsam mit Branchenunternehmen erarbeitete Ausbildungsverordnung wurde seitens des Wirtschaftsministeriums nunmehr in Begutachtung geschickt und wird voraussichtlich im Mai 2021 in Kraft treten.

"Das vielseitige Betätigungsfeld weist großes Karrierepotenzial für junge Menschen auf, die einen verantwortungsvollen Job im Umweltbereich anstreben. Die Ausbildungsziele orientieren sich stark an den aktuellen Herausforderungen sowie zukünftigen Bedürfnissen der Abfallwirtschaft", betont Harald Höpperger, Obmann des Fachverbands Entsorgung- und Ressourcenmanagement.

Abfallwirtschaft benötigt vielseitige Fachkompetenz

Die Kreislaufwirtschaft und damit einhergehend der Umgang mit wertvollen Ressourcen gewinnt zunehmend an umweltpolitischer und volkswirtschaftlicher Bedeutung. Der Bedarf an kompetenten Fachkräften in der Entsorgungsbranche mit fachübergreifenden Wissen steigt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden immer diffiziler und zu einem wesentlichen Faktor für die Unternehmen. Die Anforderungen an eine adäquate Ausbildung sind daher anspruchsvoller und vielfältiger als je zuvor. Auch erfordert die zunehmende Digitalisierung zeitgemäße IT-Kompetenzen. Unter freiwilliger Mitwirkung von Unternehmen wurden die Ausbildungsziele im Arbeitskreis Aus- und Weiterbildung praxis- und zukunftsorientiert gestaltet.

Anerkannte Abfallkompetenz

Zentrale Neuerung bei der Lehrausbildung ist die Aufnahme von Ausbildungsinhalten für den Abfallbeauftragten, dessen Namhaftmachung gemäß dem Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002) für Unternehmen mit über 100 Arbeitnehmern verpflichtend ist. Diese speziellen Kenntnisse und Fertigkeiten werden nun u.a. im Rahmen der Lehre vermittelt. Damit wird diese Ausbildung wesentlich aufgewertet. Gleichzeitig wurden die Inhalte des Chemie-Bereiches an die Bedürfnisse in der Praxis angepasst.

(red)

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