Leder & Schuh: 2.300 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Nach wie vor haben zahlreiche Filialen aufgrund ihrer Größe geschlossen.
Nach wie vor haben zahlreiche Filialen aufgrund ihrer Größe geschlossen. ©Hans Klaus Techt
Bei der Leder & Schuh-Gruppe (Humanic, Shoe4You) mussten aufgrund der aktuellen Krise alle 2.300 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden. Nach wie vor haben zahlreiche Filialen geschlossen.

Der Coronavirus bedingte Lockdown macht dem Handel derzeit zu schaffen. Vor allem modische Branchen wie der Bekleidungs- und Schuhhandel bemerken auch nach der Teilöffnung eine Kaufzurückhaltung.

Kaufverhalten der Kunden ist noch zurückhaltend

"Die Frequenz war an den Anfangstagen zufriedenstellend, das Kaufverhalten der Kunden ist aber nachvollziehbarerweise noch eher zurückhaltend", hieß es seitens der steirischen Leder&Schuh-Gruppe (Humanic, Shoe4You) zur APA.

Einen Großteil der österreichweit 116 Humanic- und Shoe4You-Filialen hat das Unternehmen noch gar nicht offen, da die Geschäfte größer als 400 Quadratmeter sind. Sie dürfen erst ab 2. Mai wieder aufmachen. Zwar hat Leder & Schuh wie so viele beim Online-Geschäft gute Zuwächse während der Schließperiode erzielt, der durch die geschlossenen Filialen verlorene Umsatz könne online aber nicht kompensiert werden, so das Unternehmen.

Alle 2.300 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Der Lockdown werde sich auf jeden Fall auf das Gesamtjahresergebnis auswirken. "In welcher Höhe und in welchem Ausmaß - darüber kann man derzeit nur spekulieren." 2018 hat die Leder & Schuh AG einen Umsatz von 355 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Gruppe ist mit ihren Marken Humanic und Shoe4You in neun europäischen Ländern tätig, betreibt rund 200 Filialen und beschäftigt etwa 2.300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Alle Beschäftigten befinden sich derzeit in Kurzarbeit.

Um die Anzahl der Kunden derzeit überschaubar zu halten, hat sich das Unternehmen etwas kurioses einfallen lassen. Jeder Kunde bzw. jede Kundin erhält beim Betreten des Geschäftes einen desinfizierten Schuhlöffel und gibt diesen beim Verlassen wieder ab. In jeder Filiale gibt es eine auf die Verkaufsfläche abgestimmte Anzahl von Schuhlöffeln. "Das System hat sich in den ersten Tagen gut bewährt."

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(APA/Red)

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