Lebkuchen im Greenpeace-Check: Nur sechs Prozent sind bio

Lebkuchen in Bio-Qualität muss man in den heimischen Supermärkten teils lange suchen
Lebkuchen in Bio-Qualität muss man in den heimischen Supermärkten teils lange suchen ©Pixabay (Sujet)
Lediglich sechs Prozent der in den österreichischen Supermärkten verkauften Lebkuchen sind bio - so das ernüchternde Ergebnis eines "Greenpeace-Marktchecks" in der Vorweihnachtszeit.
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Auch vegane Lebkuchen und solche mit Fairtrade-Gütesiegen sind in der Minderzahl. Ein Viertel der Hauptzutaten stammt aus Österreich - doch das würden Konsumenten aufgrund der schwachen Kennzeichnung gar nicht mitbekommen. Die größte Auswahl an fair produzierten Bio-Lebkuchen erhält man bei Hofer.

Bio-Lebkuchen-Ranking: Hofer erreicht Platz 1

Damit erhielt die Supermarktkette den ersten Platz im Ranking und genauso wie sechs andere Märkte - unter anderem Billa und Spar - die Bewertung "Gut". Schlechtere Bewertungen erhielten nur Penny Markt mit "Befriedigend" und Lidl mit "Genügend".

"Bio-Lebkuchen sind in den Supermärkten Mangelware", sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Sebastian Theissing-Matei in einer Aussendung.

Ohne Pestizide: Warum bio bei Lebkuchen die bessere Wahl ist

"Der Großteil des Weihnachtsgebäcks wird mit konventionellen Zutaten hergestellt, etwa mit Getreide das mit chemisch-synthetischen Pestiziden besprüht wurde. Für die Umwelt ist das eine Katastrophe." Der Bio-Anbau hingegen schone durch den Verzicht auf solche Pestizide die Böden, schütze Insekten und Tiere; Gütesiegel wie Fairtrade verhindern Kinderarbeit und garantieren einen Mindestpreis für Bauern in Herstellungsländern.

Kein Mangel an Lebkuchen - vegan ungenügend gekennzeichnet

Bis zu mehr als 80 Lebkuchen-Produkte gebe es, vegane Angebote waren in allen Supermärkten erhältlich, seien aber nicht alle klar als vegan gekennzeichnet. Die Herkunft der Zutaten verarbeiteter Produkte muss nicht auf der Verpackung angegeben werden, weshalb Greenpeace auch erhoben hat, woher Hauptzutaten wie Mehl, Zucker und Honig stammen.

Rund ein Viertel kommt aus Österreich, ein Drittel aus Nicht-EU-Ländern. Das würden Konsumenten nicht erfahren, Angaben wie "EU/Nicht-EU-Länder" würden verschleiern, dass beispielsweise nur ein sehr kleiner Teil Honig aus der EU stammen muss. "Die österreichische Regierung muss endlich für strengere gesetzliche Vorgaben zur Kennzeichnung der Herkunft der Hauptzutaten sorgen", forderte Theissing-Matei.

(APA/Red)

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