LE PICHET

Ein kleines, edles, uriges Restaurant, nicht versteckt, aber irgendwie noch nicht richtig verstanden worden! Darum schreibt Herr Merlot, was Sache i”s”st!

 

Oft bin ich in der letzten Zeit die Margaretenstraße mit meinen City Cruiser Höhe 25 grob geschrieben Richtung Linz gerollt, aber niemals ist mir diese kleine, großartig gelungene sowie einladende Glasfront aufgefallen. Ein Zufall, ein lukullisches Glück und dann diese Sommertrüffeln auf der Tageskarte. Kam gleich meine erlebte Liebesbeziehung vor 5 Jahren in Istrien in meinen Lächelbogen! Meine Lebensliebe Isabella Conte und ich nahmen Platz und genossen großartige, unkomplizierte Gangfolgen. Ja, hier werkelt auch schon über 90 Tage ein Haubenkoch, der zwischen Palais Schwarzenberg, der legendären Villa Moser und dem Kulinarium 7 mit seinem Feinkostkorb, feines auf die Teller zaubert. Und jetzt als One-Man-Show hier im Le Pichet: gut so, meine ich, denn A. Markus Linner passt hier perfekt hinter den Herd! Denn viele Feinschmecker müssen – um etwas zu finden – erst wissen, dass es da ist. Es ist, was es i”s”st – eine Erinnerung, die Gegenwart und noch viel Hoffnung, alles weiter so intensiv zu „erleben” wie an diesem frühen Abend hier in Wieden! Ein Koch oder Wirt ist doch immer ein guter Kamerad stellte ich fest und machte einen reifen Schluck vom Burgunder in Weiß!

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Verwöhnt wurden wir mit einer äußerst gelungenen, fein abgeschmeckten Consommé mit Gänseleberfritatten – erinnert mich an eine Landpartie in Frankreich – parallel verkosteten wir einen  Salat von zweierlei Kalbskopf(gebacken und mariniert), beide Zubereitungen waren mehr als zufrieden stellend. Highlight dieses ersten Ma”h”ls hier im Le Pichet waren die Jakobsmuscheln mit gebratenen Avocado und Limetten, herzhaft zart, die Fruchtigkeit der Limette machte dieses Gericht zu einem Gesamtkunstwerk der Eat–Art. Gefolgt von meinem Lieblingstier: Lammkarree mit Honigschalotten, kleiner Ratatouille und Erdäpfelbaumkuchen, sagenhaft gut, schon alleine das Karree nur anzusehen war ein Genuss! 
Isabella kam bei St. Pierre à la nage und Sommergemüse ins Schwärmen und hielt dies auch bei Taube am Knochen, gebraten mit Steinpilz und Rotweintortelloni, durch.

 

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Fazit: Endlich wieder einmal keine Fusionsküche in Wieden, sondern ein Besessener im positiven Sinne, der Gelerntes mit Spaß und großen Können am Teller umsetzt. Unbedingt hingehen und sich verwöhnen lassen. Mein Herbsttipp für Wien und für alle feinen Schmecker, die Lust auf Spaß beim Essen haben!

  

 

Le Pichet
Margaretenstraße 25
1040 Wien
Tel 01/97 12 111
Mo-Sa 9–23, So. und Feiertag Ruhe

 

Text & Fotos: max von merlot


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