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Laudamotion: Gewerkschaft ließ Ultimatum verstreichen

300 Jobs stehen bei Laudamotion auf dem Spiel.
300 Jobs stehen bei Laudamotion auf dem Spiel. ©APA
Die Gewerkschaft vida ließ das Ultimatum von Laudamotion verstreichen und nahm die Gehaltskürzungen bei rund 300 Lauda-Mitarbeitern nicht an. Nun droht die Auflösung der Fluggesellschaft.
Gehaltskürzungen: Laudamotion droht mit Ultimatum

Bei der Gewerkschaft vida hat man sich auf das Ultimatum der Ryanair-Tochtergesellschaft Laudamotion, einen neuen Kollektivvertrag mit deutlich abgesenkten Löhnen zu unterschreiben, nicht eingelassen. "Wir haben das nicht unterschrieben und werden es auch nicht unterschreiben", sagte Freitagvormittag eine vida-Sprecherin zur APA.

Laudamotion hatte für diesen Fall die Schließung der Basis in Wien angedroht. Die Tochtergesellschaft des irischen Billigfliegers hatte die Gewerkschaft aufgefordert, bis Ende des gestrigen Tages den KV zu unterzeichnen. Für den Fall, dass die Gewerkschaft den geänderten KV nicht unterzeichne, hatte das Unternehmen zuvor angekündigt, 300 Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung anzumelden. Die Wirtschaftskammer hatte ihre Zustimmung zu dem KV gegeben.

Gewerkschaft will sich nicht erpressen lassen

Die vida werde sich "nicht erpressen lassen und keinen KV unterzeichnen, der mit 848 Euro Netto-Einstiegsgehalt für FlugbegleiterInnen klar unter der Mindestsicherung in Wien (917 Euro) und noch deutlicher unter der aktuellen Armutsgefährdungsschwelle 2019 von 1.259 Euro im Monat für eine Person liegt", so die Position von Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, vor einigen Tagen. Im Übrigen gebe es keinen Zeitdruck, weil Laudamotion ohnehin die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt habe und daher Geld vom österreichischen Steuerzahler erhalte.

Von der Laudamotion war Freitagvormittag auf APA-Anfrage bisher keine Stellungnahme zu erhalten.

(APA/red)

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