Landtagswahl NÖ 2018: Landbauer statt Rosenkranz an der FPÖ-Spitze

Walter Rosenkranz (FPÖ) kandidiert nun doch nicht als Spitzenkandidat
Walter Rosenkranz (FPÖ) kandidiert nun doch nicht als Spitzenkandidat ©APA/HANS PUNZ
Nicht Walter Rosenkranz, sondern Udo Landbauer soll die niederösterreichischen Freiheitlichen als Spitzenkandidat in die Landtagswahl am 28. Jänner 2018 führen.
Rosenkranz als Spitzenkandidat
Termin für die Wahl steht

Der 31-jährige Landtagsabgeordnete und Stadtrat in Wiener Neustadt übernimmt diese Aufgabe von Landesparteiobmann Abg. Walter Rosenkranz, der die “Weichenstellung” in einer Pressekonferenz am Montag bekannt gab. Er selbst bleibt nun doch in der Bundespolitik.

Rosenkranz bleibt im Bund, Landbauer wird FPÖ-Spitzenkandidat

Rosenkranz war bereits im März als niederösterreichischer Spitzenkandidat nominiert worden und hatte auch immer wieder betont, für die Freiheitlichen in die Landesregierung ziehen zu wollen. Nun bleibe er aber auf persönlichen Wunsch von Bundesparteichef Heinz-Christian Strache im Bund.

NÖ-Wahl 2018: Rosenkranz bleibt Landesparteiobmann

Die personelle Weichenstellung sei am vergangenen Freitag im Zuge einer Analyse des Nationalratswahlresultats erfolgt, führte Walter Rosenkranz aus. An der strategischen Besprechung in Wien nahmen auch FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl und NÖ Klubobmann Gottfried Waldhäusl teil.

“Da kann man schwer Nein sagen”, meinte Rosenkranz zum Wunsch von Heinz-Christian Strache, Parteichef und “noch dazu ein persönlicher Freund”, er möge in der Bundespolitik bleiben. Ob er eine Zusage für “höhere Weihen” habe, ließ Rosenkranz offen, zumal noch gar keine Koalition beschlossen sei. Zu spekulieren läge ihm als Jurist und Anwalt fern.

Rosenkranz: “FPÖ kann Veränderungen gut und rasch lösen”

Niederösterreich sei ihm nach wie vor eine Herzensangelegenheit, er bleibe Landesparteiobmann, erklärte Rosenkranz. Sein Vorschlag, LAbg. Udo Landbauer zum Spitzenkandidaten zu küren, sei bei Strache und Waldhäusl auf Zustimmung gestoßen. Der entsprechende Beschluss des Landesparteivorstandes soll im Umlauf getroffen werden.

Wenn es um Veränderungen gehe, “können die Freiheitlichen das gut und rasch lösen”, so Rosenkranz. “Wir brauchen nur in den Köcher greifen und ziehen einen spitzen Pfeil heraus”, verwies er auf das politische Talent und die Erfahrung des “dynamischen”, jungen Landtagsabgeordneten und Stadtrates in Wiener Neustadt, der bereits 2014 NÖ-weit für die EU-Wahl kandidiert hatte.

Udo Landbauer entschied sich für Antreten

Landbauer selbst war nach seinen Angaben “gewaltig überrascht” vom Anruf am Freitagnachmittag. Er habe darüber geschlafen und sich am Samstag dafür entschieden. Als Wahlziel nannte er das beste FPÖ-Ergebnis bei einer Landtagswahl im Bundesland. Die Latte dafür liegt bei 16 Prozent, die 1998 erreicht wurden, zuletzt 2013 waren es 8,3 Prozent. Inhaltlich sah Landbauer, seit 2013 im Landtag, Veränderungsbedarf im Land und sprach u.a. die Themen Sicherheit und Wohnen, das für viele unleistbar geworden sei, an.

FPÖ mit Udo Landbauer als Spitzenkandidat

Ob es eine Zusage für höhere Ämter gebe, war nicht zu erfahren. Rosenkranz verwies darauf, dass nach der Nationalratswahl noch gar keine Koalition beschlossen sei. Niederösterreich sei ihm nach wie vor eine Herzensangelegenheit, er bleibe Landesparteiobmann.

Der freiheitliche Landesparteichef hob das politische Talent und die Erfahrung Landbauers – u.a. bei Kampagnen und einer landesweiten Kandidatur zur EU-Wahl 2014 – hervor. Dieser nannte als Wahlziel das historisch beste FPÖ-Ergebnis bei einer Landtagswahl im Bundesland. Die Latte dafür liegt bei 16 Prozent, die 1998 erreicht wurden, 2013 waren es 8,3 Prozent. Inhaltlich sah Landbauer, seit 2013 im Landtag, Veränderungsbedarf im Land und sprach u.a. die Themen Sicherheit und Wohnen, das für viele unleistbar geworden sei, an.

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(apa/red)

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