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Lampenfieber ist keine Krankheit

©Bilderbox
Viele Menschen leiden, sobald sie vor anderen sprechen sollen.

Auch wenn sie professionell vorbereitet und wahre Experten zum Thema sind: Kaum spüren Sie die die erwartungsvollen Blicke des Publikums oder sollen in ein Mikrofon sprechen, spielt ihr Körper verrückt. Angst macht sich breit und hindert sie daran, im entscheidenden Moment die Leistung zu vollbringen, die sie im stillen Kämmerlein noch problemlos zeigen konnten.

Die Angst vor dem Scheitern

“Wie stehe ich denn vor den anderen da?” Der Großteil unserer Aufmerksamkeit widmet sich dieser Frage, während wir vor Publikum treten und eigentlich unser Anliegen lebendig rüberbringen wollen. Wir sind nicht mehr bei uns, sondern stehen neben uns und machen uns Sorgen über unsere Wirkung auf die anderen. “Im Moment des Auftritts werfen wir unsere gesamte Persönlichkeit in die Waagschale und unser Selbstwert scheint wie ausgelöscht”, formuliert es Stefan Schimmel, Autor des neuen Sachbuchs “Ihr Auftritt bitte. Angst reduzieren, glaubwürdig sprechen, Spannung aufbauen” (erschienen im Goldegg Verlag). Im Lampenfieber und der Redeangst zeigt sich also unsere Angst vor dem Versagen, unsere Angst, nicht gut genug zu sein. Und was tun wir, wenn wir Angst haben? Wir wollen flüchten, so schnell wie möglich raus aus dieser bedrohlichen Situation! “Als Medientrainer erlebe ich oft, wie sehr sich viele dafür schämen und wie schwer es ihnen fällt, über diese Angst zu sprechen. Für die Qualität von Auftritten ist es allerdings entscheidend, dass man lernt, sie zu bewältigen”, so Stefan Schimmel. “Deshalb habe ich ein Buch darüber geschrieben, in dem man in Ruhe nachlesen kann, wie man mit seinem individuellen Stressverhalten richtig umgehen und lernen kann, die Redeangst zu reduzieren.”

Die Kunst, mein Publikum zu erreichen

Wenn wir erst einmal die Überzeugung gewonnen haben, dass mit uns alles in Ordnung und Lampenfieber keine Krankheit ist, können wir uns der nächsten Herausforderung widmen: Wie ich die Aufmerksamkeit meines Publikum erreiche. Buchautor Stefan Schimmel rät, sich bei der Vorbereitung des Vortrags zu überlegen: Weshalb ist mein Thema bedeutsam und was sind eigentlich meine persönlichen Beweggründe, darüber zu reden? “Wenn ich einen inneren Antrieb spüre, über bestimmte Inhalte zu sprechen, kann ich sie auch glaubwürdig vermitteln. Und nur dann gelingt es mir, eine entsprechende Beziehung zum Publikum aufzubauen und es mit meinem Anliegen zu erreichen”, ist Schimmel überzeugt. Die eigene Überzeugung, dass man tatsächlich etwas zu sagen hat ist also die beste Voraussetzung dafür, dass wir mit der entsprechenden Ausstrahlung natürlich und glaubwürdig ankommen.

Die Kunst des Erzählens

Wie können Worte die Aufmerksamkeit derart fesseln, dass man alles andere um sich herum vergisst? Diese Frage stellte sich Stefan Schimmel bereits als Kind, als ihn in der Schule die Märchenerzählerin in den Bann zog. Heute hat er es geschafft, dieses Geheimnis zu lüften und verrät uns in seinem Buch die Prinzipien der Dramaturgie und des richtigen Aufbaus eines Vortrags. Denn die Spannung, die einen guten Kinofilm ausmacht, können wir auch in unserer Rede vor Publikum herstellen und damit spielen. Mit ein bisschen Übung werden wir alle zu guten Erzählern!

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