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"Lage ist ernst": Kurz will Verschärfung regionaler Covid-Maßnahmen

Kurz appellierte an die Bundesländer für regionale Verschärfungen der Corona-Maßnahmen.
Kurz appellierte an die Bundesländer für regionale Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. ©APA/BARBARA GINDL
Für Sebastian Kurz haben die Corona-Zahlen bereits in mehreren Bundesländern ein "sehr besorgniserregendes Ausmaß" erreicht. Um einen zweiten Lockdown zu verhindern, seien verschärfte Maßnahmen nötig.

Angesichts österreichweit steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag mit einem schriftlichen Appell an die Bundesländer gewandt. In mehreren davon hätten die Zahlen ein "sehr besorgniserregendes Ausmaß" erreicht. Verschärfte Maßnahmen seien dort dringend notwendig.

Regionale Verschärfungen sollen zweiten Lockdown verhindern

"Derzeit sehen wir in einigen Städten und Ländern Europas eine massive Ausbreitung des Virus, die es notwendig macht, mit sehr drastischen Maßnahmen dagegen zu kämpfen", so der Bundeskanzler in dem der APA vorliegenden Text: "Es muss allen im Land klar sein: Die Lage ist ernst." Eine Neuinfektionsrate wie etwa im Nachbarland Tschechien führe zu fatalen Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Unternehmen, bringe das Gesundheitssystem an die Kapazitätsgrenzen und verursache de facto einen zweiten Lockdown.

"Nun geht es darum, dass die besonders betroffenen Bundesländer gezielt in den Regionen Verschärfungen vornehmen, da ab einem gewissen Zeitpunkt weder schnelle Tests, noch gezieltes Kontakt-Tracing für die Behörden in den betroffenen Bundesländern noch möglich sein werden", betonte Kurz.

Österreicher sollen Lage ernst nehmen

Auch an die Bevölkerung wandte er sich: "Ich appelliere an alle Menschen, im Land die Lage ernst zu nehmen und die Maßnahmen mitzutragen." Die kommenden Wochen würden entscheiden, ob man die Ausbreitung des Virus verlangsamen und eindämmen könne, oder ob die Corona-Pandemie noch viel größere Schäden für das Gesundheitssystem, die Arbeitsplätze und die Unternehmen im Land verursachen werde.

SPÖ kritisieren "Chefvirologe" und "Panik-Kanzler" Kurz

Die SPÖ wirft Kanzler Kurz nach seiner Aufforderung an die Länder, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen, Panikmache vor. Kurz liefere lediglich Schlagzeilen, ohne mit den Betroffenen zu sprechen, sagte Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch in einer Aussendung: "Das Corona-Krisenmanagement braucht Besonnenheit, Seriosität und Voraussicht und nicht einen türkisen Kanzler Kurz, der sich als Chefvirologe aufspielt und Angst und Panik verbreitet."

Kurz habe aus acht Monaten Corona-Erfahrung nichts gelernt. Dabei hätten sein unprofessionelles Krisenmanagement und seine Alleingänge den Anstieg der Neuinfektionen genauso mitverschuldet wie das Explodieren der Arbeitslosigkeit, sagte Deutsch mit Verweis auf die Causa Ischgl. Kurz liefere Widersprüche am laufenden Band, sehe einmal Licht am Ende des Tunnels und gebe wenig später den "Panik-Kanzler", kritisierte Deutsch und forderte die sachliche Beurteilung der Lage durch Experten.

(APA/Red)

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