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Lady Gaga brachte Wien zum Beben

Lady Gaga verzauberte ihre Fans in der ausverkauften Wiener Stadthalle mit einem 120-Minuten-Programm. Mit extravaganter Bühnenshow, schrägen Kostümen und einer Menge Musik wurde der "Monster Ball" ein Konzert-Highlight.
Bilder vom Wien-Konzert
LadyGaga will ein Kunstprojekt sein, kein Teenieschwarm. Die Kids in der ausverkauften Wiener Stadthalle ließen sich am Donnerstagabend trotzdem nicht davon abhalten, die 24-Jährige niederzukreischen. Ein Stofftier auf die Bühne zu werfen, das ging dann aber doch zu weit: “Ich muss es töten”, sagte Frau Gaga und biss dem Plüschspielzeug den Kopf ab. Als “irre” und “bizarr” werden solche Einlagen der Amerikanerin in Publicity bringenden Schlagzeilen bezeichnet. Tatsächlich war das zweite Austro-Gastspiel der Lady nicht mehr als eine durchkalkulierte Show, eine Mischung aus Musical und Großraumdisco-Party mit viel Lärm um wenige überraschende Einlagen.

Das Wien-Debüt von LadyGaga im Sommer 2009 sei nur ein Vorgeschmack gewesen, hatte es damals geheißen, die Tournee noch vor dem großen Erfolg budgetiert worden. Diesmal ließ die als Stefani Joanne Angelina Germanotta geborene Sängerin tatsächlich die Trucks vorfahren – in großer Kulisse ging der “Monster Ball” über die Bühne. Warum da ein rauchendes Auto herumstand (in dessen Motorraum ein Keyboard untergebracht war, auf dessen Tasten die Gaga zwischendurch hämmerte) und ein Song in einer mit Tänzern gefüllten Seilbahnkabine gesungen wurde, versuchte die Protagonistin dem Publikum selbst zu erklären: Es gebe halt viele Hürden zu überwinden, um zum Monsterball zu kommen.

Diese Veranstaltung, zu der Lack und Leder, ein klein wenig Fesselspiele, viel nackte Haut und ein bisschen Blutbesudeln gehören (shocking!), soll nach Meinung der Künstlerin das Selbstvertrauen stärken. “Ich möchte, dass ihr alles loslasst, was euch euch schlecht fühlen lässt”, forderte LadyGaga die Fans auf. “Ihr seid verdammte Superstars und als solche geboren!” Es gab allerdings im Laufe des Programms viel bessere Ansagen, wie etwa: “Heute Abend in der Österreich-Arena werden wir superfrei sein!” Oder: “Kleine Monster, würdet ihr aufstehen! Also los, hängt eure Schwänze raus!” Und am allerschönsten: “Eine Frau hat das Recht auf eine feine Maniküre.”

Zu dem klein bisschen Rocky Horror Picture Show gab es natürlich Musik, selbst wenn sie in der öffentlichen Wahrnehmung und dem Dauertrommelfeuer des Boulevards über die (ebenfalls wohl kalkulierten) Eskapaden des Stars oft in den Hintergrund tritt. Da stampften die Disco-Kracher im rhythmischen Dauerfeuerwerk, zu denen ein langhaariger Gitarrist oben ohne die Gitarre würgte, auch wenn in manchen Stücken dieses Instrument gar nicht enthalten war. Aufatmen: Das Klavier brannte bei “Speechless” wirklich (auf “explodierende Brüste” hatte man im Vorjahr hierzulande verzichten müssen). Grauenhaft: Die neue Nummer “You And I” erinnerte an die schlimmsten Powerballaden von Meat Loaf.

Die viel bejubelten Hits “Alejandro”, “Poker Face”, “Paparazzi” (bei dem die Sängerin mit einem aufblasbaren Monster konfrontiert wurde) und (die Zugabe) “Bad Romance” sah die – gegenüber der US-Tour unveränderte – Setlist am Ende vor. Da durfte man sich wie im Prater Dome fühlen. Das kann die LadyGaga. Aber Kunstprojekt? Vorerst doch noch eher Teenieschwarm!

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