Kuttin vor WM-Auftakt: "Sind dort, wo wir hinwollen"

Skisprung-Team versprüht Optimismus
Skisprung-Team versprüht Optimismus
Heinz Kuttin ist sich seiner Sache sicher. Nach dem Trainingslager in Villach sei sein Herren-Team bestens auf die WM vorbereitet. "Wir sind absolut dort, wo wir hinwollen. Wir freuen uns auf den Wettkampf", sagte der Kärntner am Freitag vor der WM-Qualifikation in Falun. Für die ÖSV-Skispringer geht es am Samstag (16.30 Uhr) von der Normalschanze um die fünfte WM-Einzelmedaille in Serie.


Die Stimmung ist bestens im Quartier der Springer in Främby Udde nahe der WM-Stadt. Auch bei Gregor Schlierenzauer, der sich nach vorangegangener Verunsicherung gleich im ersten Training gut mit der Schanze anfreundete. “Es ist eine lässige Schanze mit tollen Rhythmus”, sagte der Medaillengewinner von 2009 und 2013 (jeweils Silber Normalschanze) und 2011 (Gold Großschanze).

Für den 25-jährigen Rekord-Gewinner im Weltcup war das “Setup”, das Zusammenwirken des Materials, zuletzt ein Hindernis, nun soll es zum Erfolg beitragen. “Ich habe im Training einiges umgestellt und das ist in die richtige Richtung gegangen”, betonte der Tiroler, ohne ins Detail gehen zu wollen. “Mein Grundsprung passt, für die jetzige Situation bin ich sehr gut aufgestellt.”

Kuttin weiß um die Erfahrung Schlierenzauers. Wenn es um Edelmetall gehe, sei das ein wichtiger Faktor. “Er hat diese Saison schon gewonnen und ist jetzt so stabil, dass ich sage, nach oben ist alles möglich”, betonte der 44-jährige Coach.

Das gilt auch für Stefan Kraft, auch wenn der Tourneesieger die größeren Schanzen bevorzugt, und Michael Hayböck. Thomas Diethart, der den Vorzug vor Andreas Kofler erhielt, meinte, er brauche auch Glück, dann käme “vielleicht eine bessere Platzierung heraus”.

Kraft hat sich in Villach gut auf die Normalschanze umgestellt und sieht sich auch für windige Bedingungen gewappnet. Im Wettkampf gebe es nur volles Risiko. “Hoffentlich kommt mir eine oder vielleicht sogar zwei Bomben aus, dann bin ich sehr optimistisch”, meinte der Salzburger.

Hayböck ist überzeugt, dass er nach einer mäßigeren Periode seine frühere Klasse wiedergefunden hat. “Bei mir war etwas das Gas heraußen, aber jetzt fühle ich mich wieder sehr gut”, betonte der Tournee-Zweite. Auch mit zwei lockeren Sprüngen sei er im Training unter den Top Ten gewesen.

Im WM-Winter wird im Weltcup nie auf Normalschanzen gesprungen. Die von Titelverteidiger Anders Bardal (Comeback nach Handgelenksbruch) angeführten Norweger, die Deutschen mit Skiflug-Champion Severin Freund, die Japaner, Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch (Polen) und der Slowene Peter Prevc zählen zum Favoritenkreis.

Kuttin wollte sich jedoch zur Konkurrenz überhaupt nicht äußern. “Es klingt arrogant, aber man muss hier nur auf sich selbst schauen. Alles andere wie Konkurrenten und äußere Verhältnisse muss man ausblenden”, meinte der Weltmeister von 1991. Bei Bedingungen wie am Freitag, wäre man freilich stark vom Wind abhängig. Die Prognosen seien allerdings günstig.

Kuttin hoffte auf einen kurz bemessenen Anlauf. “Wenn die Weitesten Richtung Hillsize (100 m, Anm.) springen, wäre das optimal.”

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