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Kurzes Glück: Acht Tage Gas für Serbien

Serbien hat sich die seit Ende vergangener Woche laufenden Gaslieferungen aus Ungarn und Deutschland bis zum 24. Jänner gesichert. Der Balkanstaat wird demnach in den kommenden 8 Tagen 4,7 Millionen Kubikmeter Gas täglich bekommen.

Das würde für die Versorgung der Heizwerke und Haushalte ausreichen, sagte Dusan Bajatovic, Chef des serbischen Gasversorgers Srbijagas, gegenüber dem Sender B-92. Die Hilfslieferungen können aufgrund einer Vertragsklausel aber jederzeit eingestellt werden.

Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Dusan Mrakic, teilte unterdessen demselben Sender mit, dass aus Ungarn und Deutschland schon heute oder morgen nebst den bisherigen Mengen noch weitere 2 Mio. Kubikmeter Gas für die Industrie geliefert würden. Dies würde das Hochfahren der Industrieproduktion im Land wieder ermöglichen, so Mrakic.

Vor dem Konflikt betrug der Gasverbrauch in Serbien täglich rund 12 Mio. Kubikmeter Gas. Infolge des russisch-ukrainischen Gasstreits brach allerdings die Gasversorgung im Land zusammen, was besonders in der Provinz Vojvodina zu massiven Schwierigkeiten geführte hatte, da die Kraftwerke nicht auf andere Energieträger umgestellt werden konnten. Der Gaslieferstopp hatte vergangene Woche zur Einstellung bzw. drastischer Reduzierung der Gaslieferungen für die Industrie geführt. Aus den eigenen Quellen stehen dem Land täglich nur 400.000 Kubikmeter Gas zur Verfügung.

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