Kurz zu Gast in der "Puls4"-Wahlarena: Freude über prominente Unterstützung

Sebastian Kurz war gestern Abend bei der "Puls4"-Wahlarena zu Gast.
Sebastian Kurz war gestern Abend bei der "Puls4"-Wahlarena zu Gast. ©APA/Hans Punz
Sebastian Kurz, ÖVP-Spitzenkandidat war am Sonntagabend in der "Puls4"-Wahlarena zu Gast. Themen waren unter anderem die prominente Unterstützung von Christiane Hörbiger sowie der Misstrauensantrag.

ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz hat das Unterstützungsvideo von Christiane Hörbiger, in dem diese den von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner eingebrachten Misstrauensantrag gegen die erste Übergangsregierung unter Kurz als "vollkommen verblödet" bezeichnet, verteidigt. "Ich habe mich über die prominente Unterstützung gefreut", sagte Kurz Sonntagabend in der "Puls4"-Wahlarena.

Christiane Hörbiger habe nicht Rendi-Wagner als "vollkommen verblödet" bezeichnet, sondern den Misstrauensantrag. Er habe bei seiner Tour durch Österreich sogar noch viel deftigere Worte im Zusammenhang mit der Abwahl der Regierung gehört, so Kurz. Manche werden den Misstrauensantrag richtig gefunden haben, viele aber nicht, "es muss möglich sein, seine Meinung zu sagen". Was ihn gestört habe, seien die Attacken auf Hörbiger nach dem Video, verwies Kurz darauf, dass die Schauspielerin auch schon SPÖ-Politiker unterstützt habe.

Kurz weicht Konfrontation mit Pilz absichtlich aus

Kurz wurde auch mit jenem Familienvater konfrontiert, der im niederösterreichischen Weikendorf ein Haus kaufen will, aber vom Bürgermeister bekämpft wird. Der frühere Kanzler sagte dem Mann, dass er selbstverständlich als legal lebender Mensch mit österreichischer Staatsbürgerschaft hierzulande ein Haus kaufen könne: "Er wird sein Haus kaufen können." Die Menschen in Weikendorf seien auch keine Rassisten, aber es gehe um das generelle Problem der zu großen Migration, die teils nicht mehr bewältigbar sei, stellte Kurz den Konflikt in einem größeren Zusammenhang.

Kurz gab am Ende der Sendung zu, dass er Zweier-Diskussionen mit dem JETZT-Spitzenkandidaten Peter Pilz, der nach ihm bei "Puls 4" auftrat, absichtlich ausweicht, weil er dessen Art nicht aushält: "Ich kann diese Skandalisierungen nicht mehr hören. Peter Pilz hat das immer so gemacht, das erspare ich mir."

Pilz nennt Kurz "einen Feigling"

Peter Pilz hat die Aussage von ÖVP-Kontrahent Sebastian Kurz, er würde die ständigen "Skandalisierungen" des JETZT-Spitzenkandidaten nicht aushalten und sich deswegen "den Luxus zu gönnen", auf TV-Konfrontationen mit ihm zu verzichten, scharf gekontert: "Er ist ein Feigling", antwortete Pilz auf Kurz in der "Puls 4"-Wahlarena, in der er nach dem VP-Chef am Sonntagabend auftrat.

Wenn Kurz mit ihm nicht diskutieren wolle, "stellt er sich der schärfsten Kontrolle nicht". "Ich habe die Sorge, dass ihm die Kanzlerschaft zu viel wird, wenn ihm der Mut fehlt, mit mir zu diskutieren, denn es gibt größere Herausforderungen als mich, etwa die Klimakrise", so Pilz, der sich gleich danach ein Schreiduell mit Johann Schlederer von der Schweinebörse lieferte. Pilz warf dem Interessensvertreter unter anderem vor, nicht die Interessen der Bauern zu vertreten, sondern gegen diese zu arbeiten.

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(APA/Red)

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