Kurz rief beim Erntedankfest im Wiener Augarten zum Konsum heimischer Lebensmittel auf

Kurz bedankte sich in seiner Rede bei den österreichischen Bauern.
Kurz bedankte sich in seiner Rede bei den österreichischen Bauern. ©APA/HANS PUNZ
Am Sonntag sprach Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Erntedankfest im Wiener Augarten seinen Dank an alle österreichischen Bauern aus und lobte die Qualität heimischer Produkte.
Erntedankfest im Wiener Augarten

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (beide ÖVP) haben im Zuge des Erntedankfestes der österreichischen Jungbauern zum Konsum heimischer Lebensmittel aufgerufen. Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) kritisierte die mangelnde Unterstützung der Produzenten durch die Wiener Stadtregierung.

Bundeskanzler appelliert, heimische Produkte zu konsumieren

Kurz bedankte sich in seiner Rede bei den österreichischen Bäuerinnen und Bauern. Die hohe Qualität österreichischer Lebensmittel sei im internationalen Vergleich “alles andere als eine Selbstverständlichkeit”. Die Regierung ist laut Kurz bemüht, die Produzenten zu unterstützen, um die klein- und mittelbetriebliche Strukturen in der Landwirtschaft möglichst zu erhalten.

Köstinger forderte dazu auf, sich als Konsumenten der “Macht am Regal” bewusst zu sein, und regionale, sowie saisonale Produkte den oftmals billigeren Importwaren vorzuziehen.

Blümel lobte Bauern von Wien

Blümel, der auch Obmann der Wiener ÖVP ist, lobte die rund 700 Bauern der Hauptstadt, denen es die Stadtregierung “leider nicht immer einfach” mache. Im Gespräch mit der APA präzisierte er diese Kritik anhand eines Beispiels: Gärtnereien hätten früher überschüssige Fernwärme zu niedrigen Preisen bekommen. Da diese Überschüsse nun aber nicht mehr vorhanden seien, müssten die Produzenten diese Energie jetzt zu Preisen kaufen, die sie sich nicht leisten können.

Generell sollte sich für Blümel “Rot-Grün mehr bemühen, die Stadt-Landwirtschaft in Wien zu halten”.

Jungbauern feierten Erntedankfest im Wiener Augarten

Das 18. Erntedankfest der Österreichischen Jungbauernschaft fand zwei Tage lang unter dem Motto “Von daheim schmeckt’s am besten” im Wiener Augarten statt. Bereits zum dritten Mal war die älteste barocke Parkanlage Wiens Kulisse für ein Festival voll österreichischer Folklore. In den Jahren davor hatte die Veranstaltung am Heldenplatz stattgefunden. Die Veranstalter luden dazu ein, “das Feeling vom Land mitten in der Großstadt zu erleben” und präsentierten ein Unterhaltungsprogramm mit unter anderem Blasmusik, Volkstanz, Trachtenmodenschau und Forstarbeiterwettbewerben.

Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung lag aber auf den Produkten der österreichischen Landwirtschaft. Die Besucher konnten sich in einem “Schmankerldorf”, einem Bauernmarkt, sowie Heurigenständen von der “kulinarischen Vielfalt der Regionen” überzeugen. Für Wissbegierige gab es Lehrpfade und Informationsstände der Nationalparks Austria.

Dompfarrer Toni Faber segnete Erntefrüchte

Den Höhepunkt des Festes bildete die Segnung der Erntefrüchte durch Dompfarrer Toni Faber und der Umzug der geschmückten Erntewägen am Sonntagnachmittag. Noch vor dem gemeinsamen Gebet gab es Redebeiträge von Standesvertretern der Bauernschaft und Regierungsmitgliedern.

Da die zweitägige Veranstaltung frei zugänglich war, ist die Besucheranzahl nicht seriös zu ermitteln. Ein Sprecher der Organisatoren erklärte gegenüber der APA, dass es im Laufe beider Tage sicher Zehntausende Gäste gewesen seien. Man sei mit dem Verlauf sehr zufrieden, insbesondere mit der positiven Aufnahme der Inhalte durch das städtische Publikum.

(APA/Red)

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