"Kurz muss weg": Kickl erklärte Kanzler den Krieg

Kurz regiere laut Kickl nach dem Motto "Egomanie statt Evidenz".
Kurz regiere laut Kickl nach dem Motto "Egomanie statt Evidenz". ©APA/GEORG HOCHMUTH
Erneut erntete die Bundesregierung von der FPÖ scharfe Kritik für die Corona-Politik. Klubobmann Herbert Kickl erklärte 2021 gar zum "Kurz muss weg"-Jahr und prophezeite dem Kanzler Massenproteste.

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl hat sein politisches Neujahr mit einer Kriegserklärung an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) begonnen. "Mein Kampfauftrag für 2021 lautet 'Kurz muss weg'", sagte Kickl bei einer Pressekonferenz am Montag.

Die von Kurz angeführte Regierung würde immer wieder Anläufe unternehmen, um ein totalitäres System einzuführen. Es habe schon viel zu viele totalitäre Entwicklungen und autoritäre Anwandlungen gegeben, und "deswegen muss Kurz weg".

Gegen Corona-Wahnsinn: Kickl prophezeite Massenproteste

Kurz regiere nach dem Motto "Egomanie statt Evidenz", sagte Kickl und richtet dem Kanzler zudem aus, dass "wir Österreicher frei sind und uns nicht erst freitesten lassen müssen". "Österreich steht an einem Scheidepunkt und droht vom Corona-Wahnsinn in den Demokratie-Wahnsinn zu kommen." Das Freitesten sei ein massiver Eingriff in die Freiheitsrechte. "Das hat nichts mehr mit Gesundheit zu tun. Hier gehen mit dem einen und anderen die totalitären Pferde durch." Die FPÖ sage "Nein zur Test- und Impf-Apartheid", so Kickl weiter. Er prophezeite in absehbarerer Zeit Massenproteste von Hunderttausenden, die vor dem Kanzleramt die von ihm ausgegebene Parole "Kurz muss weg" skandieren werden.

Anschober sei "größter Chaot" im Ministerium

Harsche Kritik übte Kickl auch an Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP). Diese habe kein einziges Mal Protest gegen die Vorgehensweise der Regierung angemeldet. "Wolfgang Sobotka ist ein Parlamentsverräter und kein Parlamentsvertreter." Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bezeichnete Kickl als den "größten Chaoten, den es jemals in diesem Ministerium gegeben hat."

Schwarz über Kickls Kritik "verärgert"

Die ÖVP-Gesundheitssprecherin Schwarz zeigte sich über Kickl und seine Partei generell "verärgert": "Die Kickl-FPÖ unternimmt tagtäglich alles in ihrer Macht Stehende, um diese weltweite Gesundheits- und Wirtschaftskrise für parteipolitische Machtspielchen zu missbrauchen", kritisierte sie in einer Aussendung.

Seit bald einem Jahr sei es der Kickl-FPÖ nicht gelungen, nur einen einzigen sinnvollen Vorschlag zur Bewältigung der Pandemie zu präsentieren. "Stattdessen üben sich Kickl & Co. tagtäglich in Angstmacherei und totalitären Wahnvorstellungen, mit dem Ziel die Bevölkerung zu verunsichern und zu spalten." "Unglaubliche verbale Entgleisungen" seien mittlerweile das Markenzeichen der FPÖ, befand Schwarz.

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(APA/Red)

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