Kunsthaus Zürich 2014 mit weniger Besuchern

Kunsthaus mit Besucher-Minus
Kunsthaus mit Besucher-Minus
Das Kunsthaus Zürich verzeichnet für 2014 im Vergleich zum Jahr davor ein Besucher-Minus. 314.000 Eintritte im Jahr 2013 stehen rund 300.500 im Jahr 2014 gegenüber. Die Jahresabrechnung verzeichnet trotzdem ein ausgeglichenes Ergebnis. 2015 präsentiert das Museum neun neue Ausstellungen. Die Hauptattraktion heißt "Monet, Gauguin, van Gogh ... Inspiration Japan".


Hauptmagnet 2014 war mit 109.000 Besuchern die Ausstellung “Expressionismus in Deutschland und Frankreich”, während andere Schauen wie “Egon Schiele – Jenny Saville” unter den Erwartungen blieben, wie der Finanzchef des Museums, Hans Peter Meier, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz sagte. Laut Meier zeigt die Jahresrechnung ein ausgeglichenes Ergebnis. Für das laufende Jahr erwartet er mehr Eintritte und damit “ein positives Resultat”. Die diesjährige Hauptausstellung “Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan” zeigt 350 Werke – Gemälde, japanische Holzschnitte und weitere Kunstgegenstände aus Japan und Europa – und dauert vom 20. Februar bis 10. Mai.

Eröffnet wird das Ausstellungsjahr am 23. Jänner mit Meisterzeichnungen aus der Grafischen Sammlung des Kunsthauses, die ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Präsentiert werden mehr als 100 Blätter von Raffael, Dürer, Füssli bis hin zu Jorinde Voigt, Aleksandra Mir und Erik van Lieshout. Die Sommerausstellung versammelt rund 100 Werke von 50 europäischen Künstlern. Sie zeigt auf, wie sich in der Kunst der letzten 150 Jahre der Wunsch nach einem friedlichen Europa manifestiert hat. Im Herbst werden das Spätwerk von Joan Miro und Werke des Illustrators Tomi Ungerer gezeigt.

Zum Zug kommen auch private Sammlungen wie diejenigen des Filmregisseurs Thomas Koerfer oder von Matthias Brunner, der damit Film-Fotografien, Assemblagen und andere Arbeiten des US-amerikanischen Filmers John Waters zugänglich macht. Diese Ausstellungen werden in den Sammlungsräumen des Kunsthauses inszeniert, so wie die Marignano-Bilder von Ferdinand Hodler und – aus einer Zürcher Privatsammlung – 40 holländische Gemälde des 17. Jahrhunderts. Das Konzept, kleinere Ausstellungen im Dialog mit der eigenen Museumssammlung zu präsentieren, werde auch in den nächsten Jahren weiterverfolgt, sagte Museumsdirektor Christoph Becker.

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