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"Kunstgebung": Künstler-Protest am Samstag in der Wiener Innenstadt

Die Kulturbranche befindet sich weiterhin im Lockdown.
Die Kulturbranche befindet sich weiterhin im Lockdown. ©APA (Sujet)
Am Welttag des Theaters soll die Politik mit einer "Kunstgebung" in der Wiener Innenstadt auf die Not der vom Kultur-Lockdown betroffenen Branchen aufmerksam gemacht werden. Gestartet werden soll um 10 Uhr vor dem Burgtheater. Von hier aus geht es nach ersten Ansprachen über den Ring in Richtung Staatsoper, wo um 11 Uhr eine "Matinée" angesetzt ist.

Dann will man mit dem Tross über die Kärntner Straße zum Stephansplatz ziehen, um dort um 12 Uhr mit den Glocken des Stephansdoms die nächste Station zu beziehen. Über die Rotenturmstraße und den Schwedenplatz soll sich die Kunstdemonstration dann in Richtung Augarten bewegen, wo ab 14 Uhr die Abschluss-"Kunstgebung" bis 16 Uhr angesetzt ist.

"Kunstgebung": Keine Demonstration im konventionellen Sinne geplant

Man plane keine Demonstration im konventionellen Sinne, sondern eher ein Stationentheater, bei dem interessierte Künstlerinnen und Künstler aller Sparten ihr Können unter Beweis stellen können, so Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren gegenüber der APA. Er ist neben Gernot Kranner von der Plattform Mitinitiator der Aktion. "Es verschwindet alles im Nebel", beklagt Ruiss nach dem gestrigen Treffen von Bundesregierung und Landeshauptleuten: "Wir haben es nur noch mit kulturellen Entmutigungen zu tun und müssen dringend etwas zur kulturellen Ermutigung und Ermunterung unternehmen."

"Wenn wir jetzt nicht aufstehen, bleiben wir liegen!", lautet deshalb der Hilferuf der "Kunstgebung". Zentrale Forderungen seien deshalb ein Bekenntnis der Politik zu Kunst und Kultur, die sofortige Erlaubnis zur Berufsausübung und die Zulassung von Kunst im Freien und die Öffnung verwaister Bühnen.

Und mit einer weiteren Forderung ließ am Dienstag die IG Autorinnen Autoren aufhorchen: Mit einer Priorisierung der Schriftsteller beim Impfen. "Autorinnen und Autoren können nur zeitweilig im Homeoffice arbeiten, ihnen ist wie anderen Berufsgruppen, die im engen Kontakt mit anderen Menschen stehen, der möglichst schnelle Zugang zu Impfungen zu ermöglichen, welche ihnen die maximalen Zugangs- und Reisefreiheiten einräumen, die sie zur Ausübung ihres Berufes brauchen", so der Appell. Untermauert wurde die Forderung mit einer händischen Grafik aus der Feder von Starautor Robert Menasse, die augenzwinkernd die Zahl der Literaten im Homeoffice vor und nach Beginn der Pandemie zeigt - mit zwei gleichhohen Balken.

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(APA/Red.)

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