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Künstliche Nanotech-Viren sollen Immunsystem auf Coronavirus vorbereiten

Forscher der Wiener Boku verfolgen eine neue Strategie zur Bekämpfung des Corona-Virus
Forscher der Wiener Boku verfolgen eine neue Strategie zur Bekämpfung des Corona-Virus ©Pixabay (Sujet)
Wiener Forscher wollen in Kooperation mit dem US-Unternehmen Avalon GloboCare mit einer Art Nachbau des SARS-CoV-2-Virus das Immunsystem auf Covid-19 vorbereiten.
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Die winzigen, nur Nanometer großen Bausteine des Erreger-Abbilds kommen vom Department für Nanobiotechnologie der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien. Laut der Uni handelt es sich hier um einen neuen Ansatz zur Impfstoffentwicklung.

Bausteine aus dem Labor für ein funktionales Nano-Abbild von Corona-Viren

"Wir haben die Bausteine im Labor, um ein funktionales Nano-Abbild von Viren herzustellen. Dieses Strukturabbild soll über den gleichen Weg wie das Covid-19-Virus in die Zellen eindringen und dort unser Immunsystem aktivieren", so Uwe B. Sleytr von der Boku am Mittwoch in einer Aussendung. Die Wissenschafter setzen in dem Zusammenhang auf selbstorganisierende Proteine, mit denen sich die Oberfläche der SARS-CoV-2-Viren nachbauen lässt.

Über die Nasenschleimhaut sollen diese dann in den Körper gelangen und so das Immunsystem quasi mit der Struktur des tatsächlichen Erregers vertraut machen. Das soll dann dabei helfen, die körpereigene Abwehr in Stellung zu bringen, wenn eine Covid-19-Infektion auftritt.

Boku-Forscher erörtern neue Strategie der Pandemie-Bekämpfung

Laut Sleytr und Eva-Kathrin Ehmoser vom Institut für Synthetische Bioarchitekturen der Boku würden die Nanotechnologie-Viren gewissermaßen als "trojanisches Pferd ohne Krieger" fungieren. "Wenn es gelingt, unser Immunsystem durch virusähnliche Nanopartikel zu 'warnen', haben wir eine ganz neue Strategie in der Hand, die Pandemie zu bekämpfen", so Ehmoser.

(APA/red)

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