Kroatien: Verbot der Sonntagsöffnung kostete tausende Jobs

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Seit Anfang des Jahres ist das Verbot der Sonntagsöffnung in Kroatien in Kraft – das hat über tausend Händler - konkret 1.152 - dazu gebracht, das Handtuch zu werfen.

In Kroatien hat das seit Anfang 2009 in Kraft getretene Verbot der Sonntagsöffnung zahlreiche Händler bewogen, ihre Läden dicht zu machen. Laut kroatischer Gewerbekammer (HOK) haben heuer bis Ende April 1.152 kleine Händler das Handtuch geworfen. Dadurch gingen knapp 2.900 Jobs verloren. Die Gewerbekammer bereitet als Reaktion darauf eine Verfassungsklage gegen das Gesetz vor, berichten die kroatischen Tageszeitungen business.hr und Novi list.

7.000 Arbeitsplätze in Gefahr

“An Sonntagen haben vor allem die kleinen Läden zwischen 15 und 20 Prozent des Umsatzes lukriert”, sagte Boris Vukelic, Präsident der Innung für den Handel in der HOK. Ende Dezember 2008 hatte die Kammer geschätzt, dass 20 bis 30 Prozent der rund 10.000 Händler in Kroatien, die an Sonntagen offen hatten, das erste Halbjahr 2009 nicht überstehen dürften.

Nach Angaben der Innung sind insgesamt rund 7.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Seit 1. Jänner dieses Jahres müssen die Geschäfte in Kroatien am Sonntag geschlossen bleiben.

Ausnahmen gibt es etwa für Tankstellenshops, Bäckereien und Floristen. Darüber hinaus dürfen in der Urlaubssaison vom 1. Juni bis 1. Oktober alle Geschäfte an Sonntagen aufsperren. Dasselbe gilt auch für den Monat Dezember.

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