Kroatien: "Pannenhilfe-Piraterie" kann für Urlauber zum Horror werden

Eine Warnung an Reisende kommt vom ÖAMTC.
Eine Warnung an Reisende kommt vom ÖAMTC. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
"Pannenhilfe-Piraterie": Eine Warnung davor kommt vom ÖAMTC - und richtet sich an Reisende. Für einen Niederösterreicher ist es in Kroatien teuer geworden.

Eine Horror-Geschichte beschreibt der ÖAMTC in einer Presseaussendung: Dieter S. war am Heimweg von seinem Urlaub auf einer Autobahn in Kroatien unterwegs, als es bei seinem PKW zu einem Motorschaden kam. Der Niederösterreicher setzte sich trotz ÖAMTC-Mitgliedschaft nicht mit dem Schutzbrief in Verbindung, da ein Abschleppdienst aus Kroatien seine Dienste zur Verfügung stellte. Das Auto von Dieter S. landete allerdings bei einer Werkstätte, die etwa 100 Kilometer weit weg lag und seine Familie sah sich mit einer Rechnung über ungefähr 750 Euro konfrontiert. Dazu kam der Hinweis, dass der ÖAMTC angeblich für den vollständigen Betrag aufkommt.

ÖAMTC-Juristin ortet "Piraterie-Vorgehen"

"Dieses Piraterie-Vorgehen betrifft insbesondere touristische Routen zum Meer - z. B. die in Kroatien liegenden Teile der Strecken Graz - Zadar und Villach - Zadar. Aber auch aus Serbien und Slowenien wurden uns bereits ähnliche Fälle gemeldet", wird Verena Pronebner, Juristin beim ÖAMTC, in der Presseaussendung zitiert. "Die Vorgehensweise lässt vermuten, dass fragwürdige Firmen auf der Strecke patrouillieren und dann im Pannenfall schnell zur Stelle sind", meint sie - und erklärt: "Es ist immer der richtige Schritt, sich rasch beim ÖAMTC zu melden - so kann optimal unterstützt werden."

ÖAMTC-Ratschläge im Fall von "verdächtigen Pannenhelfern"

Der ÖAMTC hat für den Fall von "verdächtigen Pannenhelfern" mehrere Ratschläge parat:

  • "Verlässlichen Partner kontaktieren: Am besten meldet man sich unverzüglich und vor einer Abschleppung bei der Schutzbrief-Nothilfe unter +43 1 2512000 oder via ÖAMTC App - die Kollegen sind rund um die Uhr erreichbar. Der Mobilitätsclub kann dann rasch eine Pannenhilfe oder einen Abschleppdienst über einen seriösen Partner im jeweiligen Land organisieren. Nur so ist auch eine Kostenübernahme durch den Mobilitätsclub möglich."
  • "Gesundes Misstrauen: Aussagen, dass mit dem ÖAMTC kooperiert wird und dieser die Kosten übernimmt, besser keinen Glauben schenken."
  • "Preis vorab klären: Muss man die Hilfe des unbekannten Abschleppdiensts in Anspruch nehmen (z. B. weil die Zeit drängt), ist es wichtig, vorab die Höhe der Kosten zu klären."

Mitgliedern steht laut ÖAMTC im Fall von Schwierigkeiten und Unsicherheiten die juristische Nothilfe zur Verfügung. Informationen dazu gibt es unter www.oeamtc.at/rechtsberatung.

(Red)

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