Kärnten kann wieder siegen

Der Bann ist gebrochen. Der SK Austria Kärnten kann wieder Tore schießen - und auch gewinnen.

> Reaktionen, Matchdaten

Das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga landete gegen den SV Mattersburg mit 1:0 (1:0) den ersten Sieg im neuen Jahr. Den entscheidenden Treffer erzielte Chiquinho in der ersten Hälfte nach Vorarbeit von Patrick Wolf (17.). Kärnten schloss damit nach Punkten zum vorletzten FC Wacker Innsbruck auf, der am Sonntag Meister Salzburg empfängt.

Die Kärntner waren mit viel Elan in die Partie gestartet und nach einigen vergebenen Chancen belohnt worden. 447 Bundesliga-Minuten hatten die Klagenfurter seit dem 1:0-Sieg im Dezember in Altach auf einen Tor gewartet, ehe Chiquinho einschoss. Wolf hatte sich auf der rechten Seite bei einem schnellen Gegenstoß durchgesetzt und mustergültig vorbereitet.

Die Mattersburger Defensive wirkte ohne ihren Kapitän Dietmar Kühbauer, der nach seinen Entgleisungen der vergangenen Woche vom Club mit einer Nachdenkpause belegt worden ist, häufig etwas indisponiert. Offensiv waren die Burgenländer harmlos. Ein Freistoß von Fuchs, den Kärnten-Keeper Schranz sicher entschärfte (28.), war die einzige Ausbeute vor der Pause.

Kärnten dominierte, verabsäumte aber eine frühe Vorentscheidung. Bereits in der 5. Minute hatte Kollmann eine Krajic-Flanke knapp verpasst, in der 35. Minute verfehlte ein Kopfball des Stürmers nach Vorarbeit von Wolf sein Ziel. Kurz vor der Pause hatte Mattersburg Glück, als ein von Kollmann abgeblockter Sedloski-Abschlag nur knapp am Tor vorbeistrich (43.).

Nach Seitenwechsel ging es vorerst in dieser Tonart weiter: Einen Ledwon-Schuss bändigte Borenitsch (47.), zwei Minuten später verfehlte Chiquinho einen Kollmann-Querpass knapp. Mattersburg reklamierte vergeblich Elfmeter, nachdem Naumoski im Strafraum gehalten worden war (54.). Die Burgenländer kamen in der Schlussphase zwar etwas besser ins Spiel, der eingewechselte Thomas Wagner traf aber nur die linke Stange (79.).

Die Kärntner brachten den ersten Heimsieg seit dem 20. Oktober (2:0 gegen Innsbruck) vor 6.000 Zuschauern über die Zeit. Der Treffer von Chiquinho war der erste im eigenen EM-Stadion seit damals gewesen. Die offensive Philosophie von Neo-Trainer Frenkie Schinkels, der nach vier Niederlagen in Folge auf ein 3-2-3-2-System setzte, hatte sich erstmals bezahlt gemacht.

Für Mattersburg dagegen scheint der Europacup-Zug abgefahren. Die Burgenländer liegen weiter auf Rang sechs.

Kommentare
Kommentare
Grund der Meldung
  • Werbung
  • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
  • Persönliche Daten veröffentlicht
Noch 1000 Zeichen