Kritik an Lagerung von DNA-Spuren bei der Wiener Polizei: Proben "vermodern"

Der Wiener Polizei wird vorgeworfen, DNA-Proben nicht richtig zu lagern.
Der Wiener Polizei wird vorgeworfen, DNA-Proben nicht richtig zu lagern. ©dpa (Symbolbild)
Medienberichten zufolge sollen mindestens 2,5 Millionen DNA-Proben im Amtsgebäude am Josef-Holaubek-Platz "aus finanziellen Gründen vermodern". Diese Kritik weist man Seitens der Wiener Polizei vehement zurück.

“Diese Spuren sind alle katalogisiert und gut gelagert”, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger zu den Vorwürfen der “Krone”, die DNA werde ungekühlt, ohne Bewachung und nur wirr beschriftet aufbewahrt.

Wenn bei einem Tatort 70 DNA-Spuren gesichert würden, treffe der Beamte eine Vorauswahl, welche Hinweise von ihrer Qualität her bei der Analyse die größten Erfolgschancen haben. Die anderen würden in dem betreffenden Raum untergebracht, um für den Fall, dass die ursprünglich ausgewerteten Fährten zu keinen Ergebnissen geführt haben, zur Verfügung zu stehen.

Auswertung von DNA-Spuren sehr teuer

Darüber hinaus befindet sich Material in den Kartons, das noch ungeklärte Straftaten betrifft. “Für den Fall, dass sich die Untersuchungsmethoden irgendwann verbessern”, erläuterte Hahslinger.

Der Polizeisprecher wies die Behauptung zurück, die Spuren würden aus finanziellen Gründen nicht weiter untersucht. “Finanzielle Gründe gibt es aus unserer Sicht nicht. Uns interessiert das nicht, wir geben die Spuren nur zur Analyse weiter”, so der Sprecher. Er räumte aber ein, dass die Auswertung sehr wohl Geld koste. Als “Endlager”, wie der “Insider” in dem Bericht behauptet, könne man den Raum jedenfalls “so nicht bezeichnen”. (APA)

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