Kriegsverbrechen: 17 Kosovo-Albaner vor Gericht

Vor einem Belgrader Spezialgericht für Kriegsverbrechen hat am heutigen Mittwoch ein Gerichtsverfahren gegen 17 Kosovo-Albaner begonnen, berichtete der Sender B-92.

Den früheren Angehörigen der “Befreiungsarmee des Kosovo” (UCK) wird gemäß der Anklage angelastet, zwischen Juni und September 1999 in der Region der ostkosovarischen Stadt Gnjilane (Albanisch: Gjilan) mindestens 79 Serben, Roma und Albaner ermordet zu haben. Weitere 35 Personen gelten als vermisst.

Neun Angehörige der sogenannten Gruppe von Gnjilane wurden im Dezember 2008 in Südserbien festgenommen. Weitere acht Gruppenmitglieder, darunter auch der erstangeklagte Fazlija Ajdari, sind auf der Flucht und werden im Kosovo vermutet. Das Verfahren wird in Abwesenheit der flüchtigen Angeklagten geführt.

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