Kriegsflüchtlinge nach 17 Jahren wieder daheim

Eine Gruppe bosnischer Flüchtlinge kehrt nach 17 Jahren Aufenthalt in Ungarn in ihre Heimat zurück. Dies berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Donnerstag.

Es handle sich um 19 Frauen und Männer aus dem Flüchtlingslager im nordungarischen Debrecen. Die Flüchtlinge seien Insassen eines bosnischen Heimes für geistig Behinderte, welches während des südslawischen Krieges 1992 nach Ungarn evakuiert wurde. Die 19 Personen beziehen nach Agenturangaben ein neues Sozialheim im bosnischen Jakes Modrica.

2002 waren bereits 40 Flüchtlinge nach Bosnien-Herzegowina zurückgekehrt, erklärte Zsuzsanna Vegh, Direktorin des ungarischen Amtes für Einwanderung und Staatsbürgerschaft (BAH). Laut Vegh hätte Ungarn in den vergangenen Jahren “ernsthafte Anstrengungen” unternommen, dass die in Ungarn verbliebene, auf Pflege angewiesene Gruppe heimkehren könne. Dabei hätten die langwierigen Verhandlungen mit den Behörden von Bosnien-Herzegowina erst jetzt zu einem Ergebnis geführt.

Pfleger aus dem Debrecener Asylantenheim werden die Flüchtlinge begleiten und diese zwei Wochen in ihrem neuen Heim betreuen. Der Botschafter Bosnien Herzegowinas in Budapest, Nikola Djukic, dankte Ungarn dafür, dass es die Flüchtlinge “einen so langen Zeitraum betreute”. Mario Nenadic, bosnischer Vize-Minister für Menschenrechte und Flüchtlingswesen, erinnerte daran, dass immer noch eine Million Bürger von Bosnien Herzegowina weltweit als Flüchtlingen lebten.

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