Kreundl und Koschischek im EM-Lagen-Semifinale

Koschischek mit solidem Lagen-Vorlauf
Koschischek mit solidem Lagen-Vorlauf
Österreichs Schwimmsport hat am Freitag bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Herning ein Lebenszeichen von sich gegeben. Gleich drei OSV-Damen kamen im Vorlauf über 100 m Lagen in die Semifinalränge, doch nur Lena Kreundl (9.) und Birgit Koschischek (13.) qualifizierten sich tatsächlich für die Vorschlussrunde der Top 20. Lisa Zaiser schied als 15. aus, da sie nur drittbeste OSV-Aktive war.


Profitieren OSV-Athleten sonst dann und wann von der Regel, dass nur maximal zwei von vier Aktiven eines Landes in ein Semifinale aufsteigen dürfen, lieferte sich das genannte OSV-Trio diesmal selbst schon am Vormittag eine interne Ausscheidung. Kreundl hatte in Heat zwei einen hervorragenden Lauf vorgelegt. In 1:00,84 Minuten blieb die erst 16-Jährige nur 7/100 über Zaisers OSV-Rekord bzw. 73/100 unter ihrer erst zwei Wochen alten persönlichen Bestzeit.

“Ich bin super happy”, kommentierte Kreundl ihre Leistung. “Nach den 100 m Kraul (Anm.: am Vortag 24.), war ich verunsichert, weil ich mir eine bessere Leistung erwartet habe. Ich habe lange mit Coach Marco (Anm.: Wolf) geredet. Er hat mich toll aufgebaut, und heute ist es wieder richtig gut gelaufen.” Auch Koschischek war mit ihren 1:01,19 zufrieden, sie war 8/100 schneller als Zaiser. “Der Lauf war okay. Die 100 m Lagen sind streng betrachtet bei jedem Antreten Neuland, weil ich diese Strecke nicht trainiere.”

Zaiser nahm das Out sportlich. “Natürlich wäre ich am Abend (ab 17.47 Uhr, Anm.) gerne ins Becken gehüpft, aber ich habe zu viel Zeit bei der Brustwende verloren”, meinte die 19-Jährige, am Vortag über 200 m Lagen immerhin 14. Von den anderen Österreicherin wurde Sascha Subarsky über 50 m Rücken wegen Frühstarts disqualifiziert. Felix Auböck steigerte seine Bestzeit über 100 m Kraul um gleich 2,34 Sekunden auf 50,48 (51.). “Ein gewaltiges Rennen, eine gewaltige Bestzeit. Die EM-Atmosphäre pusht mich”, erklärte der 16-Jährige.

Jördis Steinegger war über 800 m Kraul mit 8:39,33 Minuten vorerst Sechste, der Heat der Top Ten laut Nennzeiten war aber erst für Nachmittag geplant. Kurios, dass ihr Lebensgefährte und Coach Marco Wolf – zumindest vorerst – seine Akkreditierung abgeben musste, da er Steinegger laut Veranstaltern angeblich zu lautstark angefeuert hatte. “Ich habe in der Coaching-Zone normal gestikuliert und mich einfach nur gefreut, dass Jördis ein so starkes Rennen schwimmt”, erläuterte der Coach.

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