Krankenanstaltenverbund: Direktor Marhold zieht sich zurück

Noch gibt es keinen Nachfolger für KAV-Direktor Wilhelm Marhold.
Noch gibt es keinen Nachfolger für KAV-Direktor Wilhelm Marhold. ©APA
Wilhelm Marhold, Direktor des  Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), zieht sich aus persönlichen Gründen mit 31. Mai 2014 zurück. Einen Nachfolger gibt es derzeit noch nicht.

In seine knapp zehnjährige Tätigkeit fiel unter anderem die Entscheidung für den Bau des Krankenhauses Nord in Floridsdorf. Die Wiener Spitalsreform – also die Bündelung des medizinischen Angebots auf sechs Gemeindespitäler und das AKH – wurde ebenfalls in seiner Amtszeit auf Schiene gebracht. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) würdigte den 60-Jährigen als “herausragenden Arzt und exzellenten Spitalsmanager”. Als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe werde er sich künftig vermehrt der Tätigkeit in seiner Ordination widmen, hieß es in der KAV-Aussendung.

 Direktor seit 2005

Vor der Übernahme der KAV-Generaldirektion hatte Marhold die ärztliche Leitung der Rudolfstiftung inne. Mitte Dezember 2004 wurde er mit sofortiger Wirkung zum Chef der Teilunternehmung Krankenanstalten gekürt, am 1. Mai 2005 trat er schließlich den Spitzenposten im Krankenanstaltenverbund an. Die Neubesetzung war damals von Bürgermeister Michael Häupl als Konsequenz der Pflegemissstände im Geriatriezentrum am Wienerwald in Lainz veranlasst worden.

Noch kein Nachfolger für Wilhelm Marhold

Wer Marhold nachfolgt, ist freilich noch nicht klar. Man habe dank der frühzeitigen Bekanntgabe nun ausreichend Zeit, um in den kommenden Monaten die notwendigen Schritte zu planen und zu setzen, hieß es aus dem Wehsely-Büro gegenüber der APA. Das Bestellungsprozedere des neuen Generaldirektors oder der neuen Generaldirektorin werde den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, wurde versichert.

Über den Wiener KAV

Der Posten bringt jedenfalls einiges an Verantwortung mit sich: Zum KAV gehören derzeit elf Krankenhäuser sowie zehn Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser. Rund 30.000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, das Jahresbudget beträgt knapp vier Milliarden Euro. (APA)

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