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Kosovo eröffnet zwölf neue Botschaften

Nach Angaben von Außenminister Skender Hyseni ist dies auch für Mazedonien, Montenegro, Kroatien und Slowenien geplant, die wie der Kosovo früher zu Jugoslawien gehörten.

Die weiteren Staaten sind: Bulgarien, Japan, Kolumbien, die Niederlande, Portugal, Schweden, Tschechien sowie Ungarn.

In einer Rede im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten des Parlaments sagte Hyseni, dass eine Ausschreibung für die Botschafter Anfang Februar erfolgen werde. Der Kosovo wurde bisher von 54 Staaten anerkannt und hat im vorigen September seine ersten offiziellen Auslandsvertreter in zehn Staaten, darunter Österreich, entsandt. Die bisherigen Standorte sind neben Wien: Ankara, Berlin, Bern, Brüssel, London, Paris, Rom, Tirana, Washington.

Serbien lehnt die Unabhängigkeit des Kosovo ab und betrachtet ihn weiterhin als seine Provinz. Es wird dabei von Russland u.a. in der UNO unterstützt. Auch Bosnien hat den Kosovo nicht anerkannt. Der Widerstand dagegen kommt vor allem von den bosnischen Serben.

Der Anerkennungsprozess ist unterdessen zum Zankapfel zwischen Regierung und Opposition im Kosovo geworden. Ardian Gjini, Abgeordneter der oppositionellen Allianz für die Zukunft (AAK), sprach laut der Zeitung “Koha Ditore” im Ausschuss von vielen verlorenen Chancen und einem Zeitverlust, was die Lobbying-Arbeit betrifft. Der Kosovo könne sich nicht einfach selbst vorstellen, als ob er schon in der internationalen Arena wäre. Außenminister Hyseni führte Verzögerungen auf die weltweite Finanz- und Konjunkturkrise zurück: “Das ist vollkommen natürlich, das ist vollkommen verständlich”, sagte Hyseni, “aber wir arbeiten daran, dass die Auswirkungen dieser Krise maximal abgeschwächt werden.”

Hyseni wollte laut “Koha Ditore” zudem keine Angaben machen, wann der Kosovo um Mitgliedschaft bei der UNO ansuchen könnte. Zunächst müssten die dafür Bedingungen erfüllt und der Kosovo von genügend Staaten anerkannt sein. “Der Kosovo wird an dem Tag bei der UNO ansuchen, an dem es die Mitgliedschaftsvoraussetzungen erfüllt, an dem Tag, wo er die nötige Anzahl von Anerkennungen hat, und ich kann nicht sagen wann, weil ich es nicht zu sagen weiß. Ich bin nicht Nostradamus.” Russland könnte als Veto-Macht im UNO-Sicherheitsrat jegliche Beitrittsgesuche Prishtinas (Pristinas) abblocken.

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