Kosovo-Albaner zu Serbien "sehr distanziert"

Die Kosovo-Albaner wünschen weiterhin ein "sehr distanziertes" Verhältnis zu Serbien. Das geht aus einer Umfrage des in der Hauptstadt Pristina ansässigen Meinungsforschungsinstituts "Index Kosova" hervor.

Erfasst wurden dabei knapp über 1.000 Vertreter der albanischen Mehrheitsbevölkerung sowie Angehörige von Minderheiten mit Ausnahme der serbischen Bevölkerung im Kosovo.

 

Laut Index wünscht die Bevölkerung des neuen Staates, der sich im Februar für unabhängig erklärte, “enge Beziehungen” zu Albanien, Mazedonien, der Türkei, Montenegro und Slowenien. Ein eher distanziertes Verhältnis werde zu Bulgarien und Griechenland angestrebt. Auch um das Verhältnis zur internationalen Staatengemeinschaft steht es der Umfrage nach nicht sehr gut. So wurde ermittelt, dass das Vertrauen in die UNO-Verwaltung UNMIK äußerst gering sei.

Die populärste Partie ist laut der Umfrage derzeit die PDK (Demokratische Partei) von Premier Hashim Thaci, der Politiker mit der breitesten Unterstützung aber Präsident Fatmir Sejdiu. Thaci findet sich im Politiker-Ranking erst an vierter Stelle.

Vor ihm liegen neben Präsident Sejdiu auch noch seine Amtsvorgänger Agim Ceku und Ramush Haradinaj (beide von der Allianz für die Zukunft des Kosovo/AAK). Thacis Partei PDK würde bei Wahlen derzeit aber 43 Prozent der Stimmen erringen. Dahinter folgen die Demokratischen Liga (LDK) mit 27. Die AAK käme derzeit demnach auf 18 Prozent.

 

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