Kosovo: 21 serbische Listen bei Kommunalwahl

Knapp zwei Monate vor dem ersten Urnengang im Kosovo seit der Unabhängigkeitsverkündung im Februar 2008 steht fest, dass an der Kommunalwahl am 15. November 21 serbische Listen teilnehmen werden.

Es handelt sich um lokale Parteien und Bürgergruppen, denn Belgrad hatte sich schon vor einiger Zeit gegen eine Wahlteilnahme der kosovarischen Serben ausgesprochen.

Entsprechend dem Vorschlag des UNO-Vermittlers Martti Ahtisaari vom Februar 2007 sollen im Kosovo künftig fünf neue serbische Gemeinden gebildet werden. Drei davon – Gracanica, Ranilug und Klokot – werden nach dem Urnengang im November entstehen, eine weitere Gemeinde – Novo Brdo – soll erweitert werden. Zwei weitere Gemeinden, darunter auch jene in Nord-Mitrovica, sollen zu einem späteren Zeitpunkt gebildet werden.

Die Wahlteilnahme der serbischen Volksgruppe wurde unterdessen von Rada Trajkovic, einer führenden serbischen Politikerin aus Gracanica, offen unterstützt. Dies sei eine Chance für die Kosovo-Serben, meint Trajkovic. Goran Arsic, Leiter des von Belgrad gebildeten sogenannten Kosovo-Distriktes, erwartet andererseits eine “vernachlässigend geringe” Beteiligung der Serben am Urnengang.

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