Kontrollierte die Polizei das Wiener Werk X nur wegen ausländischem Namen?

Das Werk X in Wien-Meidling.
Das Werk X in Wien-Meidling. ©Minzla Feline
Das Werk X in Wien-Meidling wurde von der Finanzpolizei vielleicht aus rassistischen Gründen kontrolliert. Beamte sprachen von Scheinfirmen "gerade bei so einem Namen wie Abdullah".

Nach einem Besuch der Finanzpolizei im Werk X in Wien-Meidling herrscht dort Aufregung. Wie der Geschäftsführer auf Twitter berichtet, hatte "aufgrund vieler Personal-Neuanmeldungen" eine Prüfung stattgefunden. Pikantes Detail: Auf Nachfrage von Co-Leiter Ali M. Abdullah zum Grund der Prüfung habe ein Beamter gesagt: "Ja, das können auch Scheinfirmen sein und gerade bei so einem Namen wie Abdullah ist das immer gut möglich."

Zahlreiche Neuanmeldungen wegen Saisonstart

Diesen Grund habe der Beamte auf erneute Nachfrage mehrfach wiederholt, bestätigte Co-Leiter Harald Posch, der sich während des Besuchs der Finanzpolizei in Proben befand, am Freitag gegenüber der APA. Auch er stellt sich die Frage, ob der hohe Anteil von migrantischen Darstellern für den Besuch ausschlaggebend gewesen sein könnte und möglicherweise ein Algorithmus der Gesundheitskasse dahinterstehen könnte. Der Beamte habe erklärt, dass der Computer der Gebietskrankenkasse "Unregelmäßigkeiten" herausfiltere. Zu den zahlreichen Neuanmeldungen sei es im Zuge des Saisonstarts gekommen. Laut "Kurier" hat das Finanzministerium eine interne Klärung des Falls in die Wege geleitet.

In Sachen Verlängerung des Fördervertrags für das Werk X, das bis vor Kurzem noch ohne Subventionszusage ab 2022 dastand, gibt es unterdessen Bewegung. Laut Posch sei man mit der Stadt derzeit in Verhandlungen, die demnächst abgeschlossen werden sollen.

(APA/red)

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