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Konrad: Sebastian Kurz ist nicht christlich-sozial

Christian Konrad war langjähriger Raiffeisen-Manager und Flüchtlingskoordinator.
Christian Konrad war langjähriger Raiffeisen-Manager und Flüchtlingskoordinator. ©APA/HERBERT NEUBAUER
In einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" geht der ehemalige Raiffeisen-Manager und Flüchtlingskoordinator Christian Konrad hart mit der Volkspartei ins Gericht.

"Türkis-grün ist nicht schwarz. Das Christlich-Soziale kommt mir viel zu kurz." Konkret kritisiert Christian Konrad den Bundeskanzler: "Ich glaube nicht, dass das, was er macht, christlich-sozial ist. Ich verstehe unter christlich-sozial etwas ganz anderes als Sebastian Kurz." Es mangle "in der Integrationsfrage, im Umgang mit allem, was neu oder fremd ist, generell bei der Behandlung der sozial Schwachen".

Zufrieden mit Corona-Management

Mit dem Corona-Management hingegen ist Konrad zufrieden: "Das ist sehr in Ordnung. Da wurde geführt." Ebenso zeigt er Verständnis für die Kommunikation der Bundesregierung: "Es ist ja nicht schlecht, wenn es eine einheitliche Aussage gibt. Was als Message Control verteufelt wird, halte ich für legitim."

Unverständnis zeigt Konrad über den Umgang der Politiker mit den Medien: Bei der Inseratenvergabe an Gratiszeitungen "spielt die Politik eine große Rolle, und das ist eine Verfälschung des Marktes". Das Kalkül gehe für die Politiker aber nicht auf: "Jemand, der Medien füttert, füttert, füttert, wird bei erster Gelegenheit, wenn er nicht mehr so weiterfüttert, gebasht, und dann weint er."

(red)

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