Konkurs der Auersperg Real Estate kostet Gläubigern Millionen

Das Palais Auersperg muss erst noch geschätzt werden und könnte den Gläubigern einige Millionen bringen.
Das Palais Auersperg muss erst noch geschätzt werden und könnte den Gläubigern einige Millionen bringen. ©APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH
Die Gläubiger rund um die Wiener Auersperg Real Estate GmbH dürften auf ihren Schulden sitzen bleiben. Von den angemeldeten Forderungen in Höhe von etwa 45 Mio. Euro wurde bisher nur rund 16 Millionen anerkannt.

Die Wiener Auersperg Real Estate GmbH ist seit Weihnachten in Konkurs. Die Gläubiger der insolventen Eigentümerin des Barockpalais Auersperg in Wien-Josefstadt verlieren Millionen, wie bei der heutigen Prüfungstagsatzung am Handelsgericht klar wurde. Konkret hatten sie Forderungen in Höhe von insgesamt etwa 45 Mio. Euro angemeldet. Der Insolvenzverwalter habe davon derzeit aber nur rund knapp 16 Mio. Euro anerkannt, wie der Kreditschutzverband KSV1870 am Mittwoch bekannt gab.

Prüfung noch nicht abgeschlossen

Die Gläubigerschützer betonten jedoch, dass die Forderungsprüfung des Insolvenzverwalters "noch nicht abgeschlossen" sei. Dieser sei aktuell mit der konkursmäßigen Abwicklung des Unternehmens beschäftigt. Wie der KSV1870 erfahren hat, wird der Insolvenzverwalter zur Feststellung des Wertes der im Eigentum der Schuldnerin stehenden Liegenschaft "Palais Auersperg" ein Schätzgutachten einholen, um die Liegenschaft in weiterer Folge "im Interesse der Gläubiger bestmöglich zu verwerten". Da könnte also noch zusätzlich Geld für die Gläubiger herausschauen.

Über die Eigentümerin des geschichtsträchtigen Palais Auersperg war am 15. Dezember das Konkursverfahren eröffnet worden. Insgesamt 16 Gläubiger haben Ansprüche beim Handelsgericht angemeldet. Zur Verfahrensdauer sowie zu den Befriedigungsaussichten der Gläubiger könne zu diesem Zeitpunkt "noch keine seriöse Prognose" abgegeben werden, so der KSV1870.

(APA/red)

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