Kombinierer Frenzel mit nächstem Seefeld-Sieg - Klapfer 6.

Eric Frenzel war in Seefeld nicht zu stoppen
Eric Frenzel war in Seefeld nicht zu stoppen
Seefeld ist sein Palast und Eric Frenzel der König. Der Deutsche hat am Samstag auch den zweiten Bewerb der dritten Auflage des "Nordic Combined Triple" für sich entschieden. Nach einem Sprung und dem Langlauf über 10 km gewann der 27-Jährige wieder vor dem Japaner Akito Watabe (+ 24,9 Sek.) und seinem Landsmann Fabian Rießle (1:27,7 Min.). Frenzel übernahm damit auch die Weltcupführung.


Für Frenzel war dies der zehnte Weltcupsieg in Seefeld in Folge, sein elfter in der Tiroler Olympiaregion. Insgesamt war es für den deutschen Ausnahmekombinierer der 27. Erfolg. Nach dem Springen lag Frenzel, wie am Freitag, auf Platz zwei hinter Watabe. Bis zur Halbzeit des Laufens lieferte sich Frenzel noch ein Duell mit dem Japaner. In der dritten zog der Deutsche an und feierte eine Soloshow vor 5.000 Zuschauer.

“Jetzt habe ich eine prima Ausgangsposition. Es war ein Wettkampf, wie ich ihn mir gewünscht habe”, meinte Frenzel. Er stellte nicht vor der Ziellinie ab, sondern zog sein Rennen bis zum Ende durch. “Ich wollte für den Schlusstag ein großes Zeitpolster, das gelang mir und war extrem lobenswert. Jetzt spricht natürlich vieles für mich. Die Hausaufgaben in dieser Woche habe ich jedenfalls bestens erledigt.”

Bester Österreicher war Lukas Klapfer. Der Steirer lag nach dem Springen mit 105 Meter auf Platz sechs und landete im Endklassement mit einem Rückstand von 1:33,4 Minuten auch auf Rang sechs. “Das Podium beim Triple ist definitiv mein Ziel. Und es ist auch möglich”, erklärte der Steirer, der hofft, dass am Sonntag auf jeden Fall gesprungen werden kann. “Ich hoffe, das Wetter bleibt halbwegs stabil, ansonsten ist das Podium schon weit weg für mich.”

Zweitbester Österreicher mit einem Rückstand von 1:36,9 Minuten wurde Weltmeister Bernhard Gruber als Zehnter. Nach dem Springen und einer Weite von 106 m lag Gruber sogar auf Platz drei, doch konnte er in der Loipe nicht mithalten. “Der Körper machte mir einen Strich durch die Rechnung. Einmal funktioniert das Springen, einmal das Laufen, aber der Körper ist scheinbar derzeit meine dritte Disziplin.” Warum der Salzburger mit extrem schweren Füßen zurückfiel, konnte er nicht erklären: “Vielleicht liegt es an meiner Stoffwechselerkrankung. Ich habe zu hohes Cholesterin.”

Pechvogel des Tages aus rot-weiß-roter Sicht war der junge Tiroler David Pommer. Mit einem Rückstand von 1:24 lag er nach dem Sprungbewerb an 13. Stelle. Doch am Weg zum Langlaufstart verlor er einen der beiden Zeitnehmungstransponder. Regelkonform wurde Pommer schließlich aus dem Rennen genommen und disqualifiziert. Dieses Missgeschick passierte am Freitag bereits dem Norweger Magnus Riiber, der sogar als Dritter ins Ziel gelaufen war.

Das Seefeld-Triple wird am Sonntag mit den besten 30, darunter sechs ÖSV-Kombinierer abgeschlossen. Am Programm stehen zwei Sprünge (11.15 Uhr) und ein 15 km Laufbewerb. Für den Gesamtsieger – die Zeiten/Rückstände werden täglich mitgenommen – gibt es schließlich nicht nur das doppelte Preisgeld, sondern auch die doppelten Weltcuppunkte. Allerdings sind die Wetterprognosen nicht gut. Sollte nicht gesprungen werden können, zählt der provisorische Wettkampfsprung vom Donnerstag.

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