Koch, Diethart springen statt Morgenstern, Fettner

Koch erstmals seit Ende März im Einsatz
Koch erstmals seit Ende März im Einsatz
Martin Koch und Thomas Diethart feiern am Wochenende bei der Generalprobe für die Vierschanzen-Tournee ihre Saisonpremiere im Weltcup. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Thomas Morgenstern, dessen Eingriff am kleinen Finger der linken Hand am Dienstag gut verlaufen ist, kommt also Koch erstmals seit Ende März (Planica) wieder zum Einsatz.


Für Diethart werden die Auftritte in der Schweiz die ersten im Weltcup außerhalb der nationalen Quote bei der Tournee sein. Der Oberösterreicher hatte zuletzt im Kontinentalcup (COC) zwei sechste Plätze erreicht. Die beiden besten Österreicher im COC, Michael Hayböck und Manuel Poppinger, sowie Manuel Fettner springen am Wochenende in Lahti. Für den erhofften siebenten Tournee-Startplatz des ÖSV-Teams, der über den Kontinentalcup erworben werden muss, sieht es aktuell sehr gut aus.

Cheftrainer Alexander Pointner nominierte für Engelberg neben Weltcup-Leader Gregor Schlierenzauer auch Stefan Kraft, Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler und eben Koch und Diethart. Am Wochenende bzw. Montagvormittag wird dann zumindest der Großteil des ÖSV-Teams für die Vierschanzen-Tournee stehen. Möglich ist allerdings, dass im Fall des rekonvaleszenten Morgenstern noch länger zugewartet wird. “Er ist schon guter Dinge. Beim gestrigen Telefonat hat er gesagt, ‘das freie Training am Donnerstag werde ich auslassen und am Wochenende machen wir dienstfrei'”, erzählte Pointner.

Schlierenzauer und Co. haben sich in den vergangenen Tagen auf dem bereits präparierten Bergisel auf Engelberg vorbereitet und wertvolle Sprünge auch im Hinblick auf die Tournee absolvieren können. “Das ist ein wichtiger Faktor. Wir sind schon mehrere Jahre in den Genuss gekommen. Dank dem Innsbrucker OK ist die Schanze in optimalem Zustand”, freute sich Pointner. Erfreut darüber war auch Schlierenzauer. “Ich habe am Dienstag noch sehr wertvolle Sprungeinheiten am Bergisel absolvieren können. Unter der Saison kommen wir ja kaum zum Trainieren, da war es perfekt, dass uns das Innsbrucker OK-Team schon jetzt eine fertige Schanze hingestellt hat. Damit sollten wir für die Tournee-Generalprobe in Engelberg bestens gerüstet sein”, hofft der 52-fache Weltcupsieger.

Die traditionelle letzte Leistungsüberprüfung vor der Tournee in Engelberg war in den vergangenen Jahren ein sehr guter Boden für die ÖSV-Adler. In zuletzt sechs Springen gab es fünf ÖSV-Siege, 2011 verhinderte nur Anders Bardal einen Triplesieg. Von dieser mannschaftlichen Stärke ist das rot-weiß-rote Team in dieser Saison bisher aber weit entfernt, nur der zweifache Saisonsieger Schlierenzauer und Morgenstern (einmal 1. und einmal Dritter) sind bisher aufs Podest gesprungen.

Zum zweiten Mal in dieser Saison nach Lillehammer greifen auch die Skispringerinnen nach Weltcup-Punkten. Für Österreich sind wie schon zum Auftakt mit Daniela Iraschko-Stolz, Jacqueline Seifriedsberger, Chiara Hölzl und Katharina Keil in Hinterzarten (Bewerbe am Samstag und Sonntag jeweils 11.00 Uhr) am Start. Iraschko-Stolz kehrt damit auf jene Schanze zurück, auf der sie sich im vergangenen Jänner einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. “Es ist höchste Zeit, diesen Ort wieder mit positiven Emotionen zu besetzen”, sagte Iraschko, die zuletzt auch mit den Herren auf dem Bergisel trainiert hat.

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