Klug beschloss Prüfung der Sportförderungsmittel

Wirtschaftsprüfungskanzlei mit Prüfung beauftragt
Wirtschaftsprüfungskanzlei mit Prüfung beauftragt
Sportminister Gerald Klug hat am Mittwoch infolge der am Vortag im österreichischen Schwimmverband (OSV) aufgedeckten Malversationen eine neuerliche Prüfung der Verwendung der Bundes-Sportförderungsmittel in Auftrag gegeben. "Ich möchte eine lückenlose Aufklärung" gab der Minister an. Am Dienstag hatte der OSV 72.560 Euro abgerechneter Fördermittel ans Sportministerium zurücküberwiesen.


Im OSV wurde inzwischen für den späteren Mittwochnachmittag ein Meeting mit der Wirtschaftsprüfungskanzlei Horwath vorbereitet. “Es geht um Umfang und Zeitraum der Prüfung”, erklärte dazu der in den OSV-Vorstand kooptierte Finanzreferent Thomas Unger. Dieses Vorgehen war notwendig, nachdem Ex-OSV-Finanzreferent Walter Benesch gestanden hatte, zur Verhinderung einer Kürzung von Bundes-Fördermitteln Rechnungen gefälscht zu haben.

In diesem Zusammenhang wurden die Büromitarbeiter Alexander B. und Maria S. beurlaubt und das Dienstverhältnis mit Generalsekretär Thomas Gangel einvernehmlich gelöst. Der ehemalige Handballer war sogar 35 Jahre in dieser Funktion tätig gewesen. “Ich sehe keine Möglichkeit mehr, unter den jetzigen Bedingungen weiterzuarbeiten”, wurde Gangel in einer Aussendung seines Anwalts Manfred Ainedter zitiert.

“Die Sachen sind passiert und er steht auch zu seiner Verantwortung”, teilte der Jurist der Austria Presse Agentur über seinen Mandanten mit. Gangel meinte laut Aussendung aber auch, Malversationen im Zusammenhang mit seinem Namen zurückweisen zu müssen.

OSV-Präsidiumssprecher Peter Putzgruber hat die von Sportminister Gerald Klug beauftragte Prüfung begrüßt. Neben der Einsetzung der Wirtschaftsprüfungskanzlei Horwath kündigte Putzgruber die Einberufung einer Untersuchungskommission mit externen Experten an. Der OSV sichere auf allen Ebenen uneingeschränkte Zusammenarbeit zu. Putzgruber: “Sportliches Gold statt korruptes Geld ist die neue Devise.”

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