Klitschko gegen Arreola: Kampf der K.o.-Könige um WBC-Krone

Witali Klitschko und Cristobal Arreola bei der Präsentation in Los Angeles
Witali Klitschko und Cristobal Arreola bei der Präsentation in Los Angeles ©EPA
Witali Klitschko gegen Cristobal Arreola - die Pflichtverteidigung des WBC-Schwergewichts-Weltmeisters aus der Ukraine in der Nacht auf Sonntag (04:30 MESZ) im Staples Center von Los Angeles gegen den Herausforderer aus den USA wird zum Kampf der K.o.-Könige. Die Bilanzen von "Dr. Eisenfaust" und Arreola (Kampfname "Alptraum") sind beeindruckend:

Klitschko knockte seine Gegner bei 36 seiner 37 Siege vorzeitig aus, der noch unbesiegte Arreola musste in nur drei seiner 27 Profi-Kämpfe über die volle Distanz von zwölf Runden. “Das wird ein wahres Feuerwerk und eine dynamitgeladene Nacht im Staples Center”, meinte Ringsprecher Michael Buffer.

Wo sonst Basketball-Superstar Kobe Bryant mit seinen Los Angeles Lakers zaubert, soll diesmal die Urkraft regieren. “Ich habe Arreola bei der Pressekonferenz tief in die Augen geschaut und gesehen, dass er bereit ist. Aber ich bin in sehr guter Form und glaube, dass mich niemand in der Welt besiegen kann”, betonte Klitschko, der vor allem auf seine Erfahrung setzt. “Ich habe alle möglichen Situationen schon erlebt und ich habe mehrere Pläne. Wenn Plan A nicht funktioniert, greife ich zu Plan B und dann womöglich zu Plan C und D”, sagte der 38-Jährige, der seinen 40. Profikampf bestreitet.

Klitschko hatte im Juni 2003 im Staples Center eine bittere Niederlage gegen gegen den damaligen WBC-Champion Lennox Lewis einstecken müssen, als der Ringrichter den Kampf nach der sechsten Runde wegen eines tiefen Cuts unterhalb der linken Augenbraue abbrach. Im April 2004 hatte sich der Profi dort jedoch durch einen K.o.-Sieg in der achten Runde gegen den Südafrikaner Corrie Sanders den WM-Titel geholt.

Klitschko besitzt zwar ein Haus in der kalifornischen Metropole, seine drei Kinder wurden dort geboren, dennoch wird der Kampf für ihn zum Auswärtsspiel. Denn Arreola wurde in LA geboren und wird eine große Fangemeinde von Hispanics hinter sich haben. Der 28-Jährige hat einen mexikanischen Vater und wäre der erste Schwergewichts-Weltmeister, der mit dem mittelamerikanischen Land verwurzelt ist. “Ich will der Jack Johnson meiner Leute sein und werde anderen mexikanischen Boxern die Türen öffnen. Jack Johnson war der erste schwarze Champion und das hat vielen schwarzen Boxern den Weg geebnet. Ich will das für meine Leute auch tun”, betonte Arreola.

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