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Klimaerwärmung bereitet Österreichern große Zukunftsängste

Rund 60 Prozent wollen den Klimaschutz als Staatsziel in der Verfassung.
Rund 60 Prozent wollen den Klimaschutz als Staatsziel in der Verfassung. ©pixabay.com (Sujet)
Die Klimaerwärmung bereitet den Österreichern nach wie vor große Zukunftsängste. Laut einer Umfrage sind die Sorgen diesbezüglich größer als wie jene durch die Corona-Pandemie.

Nicht die Corona-Pandemie, sondern die Klimaerwärmung bereitet den Österreichern nach wie vor die größeren Zukunftsängste. Im Juni haben sich in einer Umfrage rund 60 Prozent der Befragten für eine Verankerung des Klimaschutzes als Staatsziel in der Bundesverfassung ausgesprochen. 57 Prozent sind für eine Ökologisierung des Steuersystems.

Zweifel an konkreten Maßnahmen der Politik

Rund ein Viertel der mehr als 1.000 repräsentativ Befragten bezweifelt jedoch, dass die Politik tatsächlich konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen wird. "Die Umfrageergebnisse belegen ein gestiegenes Verantwortungsbewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher. Die Zahl derer, die im privaten Umfeld Maßnahmen zum Klimaschutz setzen wollen, ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen", erklärte Studienautorin Nina Hampl von der Universität Klagenfurt.

"So verzichten immer mehr Menschen, wohl auch aufgrund der geltenden Einschränkungen und von Home-Office, bewusst auf die Nutzung des eigenen Pkws oder wählen Urlaubsziele, für die keine Anreise mit dem Flugzeug notwendig ist", sagte Co-Autor Robert Sposato von der Uni Klagenfurt. Durchgeführt wurde die Umfrage gemeinsam mit der WU Wien, Deloitte Österreich und der Wien Energie.

Konkrete Maßnahmen vor allem im Transportbereich erwünscht

Konkrete Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung wünschen sich die Befragten vor allem im Transportbereich. Während im Vorjahr 50 Prozent die Einführung einer EU-weiten Kerosinbesteuerung unterstützten, pflichten dieser nun bereits 58 Prozent der Befragten bei. Mehrheitlich unterstützt werden von den Befragten auch CO2-Importzölle für Produkte, die nicht den heimischen Umweltstandards entsprechen.

"Auch in der Krise können sich 43 Prozent den Kauf eines Elektroautos vorstellen. Das ist ein Beleg für die immer größere Beliebtheit, die durch wachsende Auswahl und steigende Reichweite der Modelle verstärkt wird", meinte Deloitte-Experte Gerhard Marterbauer. "Die seit Juli geltende neue Förderung für Elektroautos hat ebenfalls einen positiven Effekt und kurbelt die Autobranche auf nachhaltige Weise wieder an." Allerdings ist das Interesse an Elektroautos vorerst eher ein theoretisches: Im ersten Halbjahr wurden 4.805 Elektroautos neu zugelassen, das sind 4,2 Prozent der Neuwagen.

"Jetzt braucht es entsprechende Weichenstellungen der Politik und Investitionen der Wirtschaft", sagte Wien-Energie-Geschäftsführer Michael Strebl. "Mehr Förderungen bei E-Mobilität und die Umsetzung bereits geplanter Erleichterungen auf diesem Wege - etwa für E-Ladestellen in Garagen - sind ein wichtiger erster Schritt."

Umweltministerin Gewessler sieht Rückenwind der Bevölkerung

Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) sieht in der Studie "Rückenwind aus der Bevölkerung für mutige Klimapolitik". Sie verweist auf zwei Mrd. Euro, die in den nächsten beiden Jahren in den Klimaschutz investiert werden sollen und geht davon aus, dass die Studie "bestätigt, dass Menschen in Österreich unseren wirtschaftspolitischen Weg aus der Coronakrise befürworten: Rausinvestieren in den Klimaschutz". Sie freue sich über das große Engagement und den starken Rückwind der Bürgerinnen und Bürger.

(APA/Red)

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