Kleinstwagen: Schluss mit bieder

Der neue Toyota iQ
Der neue Toyota iQ ©Toyota
Auch in der kleinsten Pkw-Klasse heißt es nun "Schluss mit bieder". Zahlreiche neue Modelle wollen nicht mehr nur Basismobilität zu möglichst niedrigen Kosten bieten, sondern auch mit Design und Stil locken.
Bilder der Kleinstwägen
Der Chevrolet Spark

Ohne Minderwertigkeitsgefühle kann sich etwa der Fiat 500 C auf den schicksten Boulevards Europas blicken lassen. Bei der seit dem Herbst erhältlichen Cabrio-Version des Retro-Stadtflitzers lässt sich das Stoffdach bei Bedarf wie eine Jalousie auf den Laderaumdeckel falten. Allerdings ist der Spaß mit mindestens 13.800 Euro für ein Fahrzeug mit klassenbedingt kleinem Gepäckraum und enger Sitzbank nicht billig.

Ebenfalls kein Billigheimer, sondern eher Lifestyle-Statement will der Toyota iQ sein. Das mit knapp drei Metern Länge kleinste Modell in der Palette der Japaner wartet mit umfangreicher Sicherheits- und Komfortausstattung auf und ist mit mindestens 12.900 Euro entsprechend kostspielig. Dafür erhält der Kunde einen wendigen Flitzer, der zwei Erwachsenen bequem Platz bietet und einen dritten zumindest auf Kurzstrecken kommod befördert. Zusätzlich kann auf einem vierten Sitz ein Kind transportiert werden. Hinzu kommen ein Design jenseits der klassischen Kleinwagen-Niedlichkeit und ein modern und eigenständig gestalteter Innenraum. Die Gestaltung und Konzeption des Modells hat auch die Aufmerksamkeit des Luxus-Sportwagenbauers Aston Martin geweckt; die Briten wollen 2010 eine besonders edel ausgestattete eigene Version des Kleinstwagens als Stadtfahrzeug für ihre Kunde anbieten.

Dass eine Optik jenseits des Klassen-Einerleis nicht teuer sein muss, zeigt im Frühjahr 2010 der Chevrolet Spark. Der Van-artig geschnittene Fünftürer kostet ab 8.990 Euro und blickt aus stark geschlitzten Scheinwerfern angriffslustig in die Welt. Zwischen lang gezogenen Scheinwerfern trägt er einen relativ hohen Bug mit großem, durch einen horizontalen Steg unterteilten Kühlergrill. Die Radhäuser sind leicht ausgestellt, die Flanken etwas eingezogen. Die GM-Einstiegsmarke will mit dem Neuling als Alternative zu Fiat Panda, Renault Twingo oder Citroen C1 vor allem junge Käufer locken. Auch die Konkurrenz im eigenen Konzern in Form des Opel Agila soll mit dem expressiven Styling abgehängt werden.

 

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