Kirchenaustritte verlangen Erzdiözese Salzburg Sparbudget 2011 ab

Die Erzdiözese Salzburg hat sich angesichts der vielen Kirchenaustritte im Jahr 2010 - erwartet wird ein Anstieg von über 4.400 im Jahr 2009 um rund 50 Prozent - für kommendes Jahr ein Sparbudget verordnen müssen.

Konkret angesetzt wird der Sparstift beim Sachaufwand und in der Verwaltung, wo die Ausgaben um fünf Prozent zurückgeschraubt werden, wie die Erzdiözese am Freitag in einer Aussendung ankündigte.

Trotz des Rückgangs der Beitragszahler wird das Gesamtbudget von 41,7 auf 42,4 Mio. Euro steigen (plus 1,7 Prozent). 85 Prozent der Einnahmen kommen aus dem Kirchenbeitrag. Erzbischof Alois Kothgasser, der 2012 das Pensionsalter für Bischöfe (75 Jahre) erreichen wird, betonte in der Aussendung, dass trotz Einsparungen die “Sicherstellung der Seelsorge” Vorrang habe. Die Kosten dafür, die mit 22,3 Millionen Euro mehr als die Hälfte des gesamten Finanzaufwandes ausmachen, werden nicht gekürzt, kündigte dementsprechend Finanzkammerdirektor Josef Lidicky an.

Auch das Baubudget bleibt mit 6,2 Millionen Euro auf dem Stand des Vorjahres, bei vielen der 162 Bauansuchen aus Pfarren und anderen kirchlichen Einrichtungen könne finanziell unter die Arme gegriffen werden, so Lidicky. Der Finanzkammerdirektor wünscht sich aber mehr Unterstützung durch Gemeinden, Land und Bund, um Sanierungen durchführen zu können.

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