Kühbauer-Kritik kostet Mattersburg Heimsieg

Der SV Mattersburg hat im Rennen um einen internationalen Startplatz einen Rückschlag erlitten - und das unter anderem aufgrund einer Undiszipliniertheit von Kapitän Kühbauer.

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70 Minuten lang sahen die Burgenländer vor eigenem Publikum gegen Sturm Graz nach einem Sedloski-Treffer (20.) wie der sichere Sieger aus, dann aber gab es Rot für den 36-Jährigen, die Steirer kamen noch einmal auf und erzielten durch Muratovic (81.) den Ausgleich.

Dadurch fehlen den sechstplatzierten Mattersburgern bereits fünf Punkte auf den von der Wiener Austria gehaltenen vierten Rang, der zur Teilnahme am UI-Cup berechtigt. Das zwölfte Heimspiel in Folge ohne Niederlage überstanden zu haben, war da nur ein schwacher Trost für die Burgenländer.

Dabei präsentierten sich die Kicker von Coach Franz Lederer zunächst als initiativere Mannschaft und wurden erstmals in der 7. Minute gefährlich, als Janckers Volley aus aussichtsreicher Position nach einer Flanke von Mörz misslang. 13 Minuten später zirkelte Fuchs einen Freistoß von der linken Seite zur Mitte, Sedloski sprang höher als Sonnleitner und köpfelte zum 1:0 ein.

Auch danach hatten die Gastgeber etwas mehr vom Spiel, die Offensivqualitäten von Sturm kamen nicht wie gewohnt zum Tragen. Einzige Ausbeute der Grazer vor der Pause waren ein Haas-Kopfball über die Querlatte (26.) und ein von Borenitsch abgewehrter Schuss von Stankovic (36.).

Nach Seitenwechsel hatten die Steirer zwar ein leichtes Übergewicht, richtig unter Druck zu setzen vermochten sie die Gastgeber aber erst in den letzten 20 Minuten – und das hatten sie Kühbauer zu verdanken. Der Mittelfeldspieler hatte bereits in der ersten Hälfte nach einem Disput mit einem Schiedsrichter-Assistenten Gelb gesehen, in der 70. Minute war er mit einer Entscheidung dieses Linienrichters neuerlich nicht zufrieden, schoss den Ball in dessen Richtung und dürfte den Assistenten außerdem mit unschönen Worten bedacht haben, worauf Referee Stuchlik den Heißsporn mit einer rein Roten Karte vom Platz stellte.

Danach warf Sturm alles nach vorne, der Ausgleich fiel aber nicht in einer Grazer Drangperiode, sondern aus einem Konter. Der eingewechselte Jantscher legte auf Muratovic ab, und der Bosnier traf knapp außerhalb des Strafraums noch zum 1:1.

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