Keller-Mord in Meidling: Erste Leiche identifiziert

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Die Schlinge um Goidsargi Estibali C. zieht sich immer weiter zu: Wie am Donnerstag DNA-Tests bestätigt haben, handelt es sich bei einer der Anfang dieser Woche in einem Kellerabteil in Wien-Meidling entdeckten einbetonierten Leiche um den Ex-Freund der nach dem Fund untergetauchten Eissalon-Besitzerin.
Bilder vom Tatort
Keller des Grauens
Leichen in Meidling gefunden
Opfer sind männlich

Das teilte die Polizei am Donnerstagabend mit. Die Identität des zweiten Toten, der schon länger in dem Keller in der Oswaldgasse 1 liegen dürfte, war hingegen weiter unklar. Dass es sich um den Ex-Mann der Gesuchten handelt, wie Anrainer vermuteten, blieb zunächst Spekulation.

Der Tote ist der 48-jährige Vertreter Manfred H., laut Polizei seit November 2010 abgängig und früher mit der Besitzerin des Eissalons “Schleckeria” liiert. Die Polizei verständigte am Nachmittag seine Angehörigen. Er war erschossen, zerstückelt und in mehrere Mörtelwannen einbetoniert worden. Auch der zweite Tote war erschossen und im Keller abgelegt worden. Dieser Mord dürfte aber um einiges früher begangen sein worden als der an Manfred H.

Spanierin Goidsargi Estibali C. wird gesucht

Seit Mittwoch fahndet die Polizei per EU-Haftbefehl nach der 32-jährige Spanierin Goidsargi Estibali C., die seit Dienstag verschwunden ist und in dem Haus einen Eissalon betreibt. Von ihr fehle jede Spur. “Wir würden uns gerne mit ihr unterhalten“, hieß es bei der Polizei. Ihr wurde das Kellerabteil zugeordnet, und mit ihr war Manfred H. befreundet. Kennengelernt hatte sich das Paar aus beruflichen Gründen. Der Vertreter für Eismaschinen hatte auch die “Schleckeria” beliefert.

Noch viele Fragen beim Keller-Mord offen

In dem Keller der Frau waren laut Polizeisprecher Mario Hejl Maurerbehältnisse, Tiefkühlkästen und Gefrierschränke gelagert. Angaben, in wie vielen Behältnissen menschliche Leichenteile gefunden wurden, machte die Polizei aus kriminaltaktischen Erwägungen nicht. Genaue Details könne man erst dann nennen, nachdem man sich mit der Frau darüber unterhalten hat.

Gleiches gilt für Gegenstände, die neben den Toten sichergestellt worden sind. Darunter befand sich ein Handy, das laut Polizei aber keiner abgängigen Person zugeordnet werden kann. Die Suche nach weiteren Leichenteilen wurde in dem Haus abgeschlossen. Von dem zweiten Opfer fand man bis auf den Kopf nichts. Weiter unklar blieb, ob zwei in dem Abteil deponierte Gewehre und eine Pistole etwas mit den Verbrechen zu tun haben. Kriminaltechnische Untersuchungen dazu waren am Donnerstagabend noch im Gange.

APA/Vienna.at

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