Keller-Duell bleibt ohne Sieger

Schlusslicht SCR Altach hat sich im Keller-Duell der 15. Runde mit einem 2:2-(0:1)-Heimremis gegen den SV Mattersburg begnügen müssen.

Der mazedonische Teamstürmer Ilco Naumoski sorgte mit einem Doppelpack (39., 53./Elfmeter-Nachschuss) für den Punktgewinn der Burgenländer, die mit dem Remis zufrieden schienen. Altach gelang es durch Ailton (48.) und Mario Konrad (79.) zweimal, einen Rückstand auszugleichen.

Während Mattersburg-Trainer Franz Lederer zumindest ein wenig aufatmen kann, dürfte sein Gegenüber Urs Schönenberger aufgrund des anvisierten Sieges im “6-Punkte-Spiel” nicht zufrieden sein. Der Vorletzte Kapfenberger SV liegt mit nun zwei Zählern Vorsprung zwar in Reichweite, die achtplatzierten Burgenländer haben aber weiter vier Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht.

Altach setzte auf den fit gewordenen Michl, der nach zehn Gegentreffern in den vergangenen zwei Spielen wieder für Krassnitzer das Tor hütete. Bei Mattersburg kehrte nach der herben 1:5-Cup-Pleite gegen die Rapid Amateure der zuletzt gesperrte Jancker in die Startelf zurück, der nach einer halben Stunde mit einer Oberschenkelzerrung ausgetauschte Kovrig begann im defensiven Mittelfeld.

Das Geschehen in einer von beiden Seiten nervös geführten Partie bestimmten zunächst die Hausherren. Nachdem Guem per Kopfball (7.) nur die Außenstange getroffen hatte, vergab Kling in der 19. Minute die große Chance auf die Führung. Allein vor dem Mattersburger Tor rollte der Außenverteidiger Torhüter Bliem den Ball aber in die Hände. Kaltschnäuziger erwies sich Naumoski, der nach Pass von Mörz die Altacher Defensive verlud und den Ball ins rechte Eck schlenzte.

Nach 0:1-Pausenstand starteten die Vorarlberger, die siebente Niederlage im achten Saison-Heimspiel vor Augen, optimal aus der Kabine. Konrad bediente Sturmpartner Ailton, der mit einem präzisen Schuss ins linke Eck den Ausgleich fixiert. Die Vorarlberger witterten ihre Chance, Bliem rettete sein Team bei einem Pamminger-Schuss (49.) vor dem Rückstand. Ein ungeschicktes Foul von Carreno an Jancker ebnete Mattersburg aber die neuerliche Führung.

Der Verteidiger riss den Deutschen zu Boden, Naumoski (53.) verwertete den vom Schweizer Referee Stephan Studer verhängten Elfmeter glücklich per Nachschuss. Die Schönenberger-Elf steckte nicht auf, die Verunsicherung war aber zu spüren. Karatay (67.) suchte aus 20 Meter vergeblich einen Anspielpartner, anstelle selbst zu schießen. Auf der Gegenseite vergab Mörz (71.) die Entscheidung.

Eine Standardsituation ebnete doch noch den Punktegewinn: Nach einer Pamminger-Ecke stieg Konrad am Höchsten und köpfte zum umjubelten 2:2 ein. In der 90. Minute sah Carreno nach wiederholtem Foulspiel noch Gelb-Rot.


Urs Schönenberger (Altach-Trainer): “Wir sind 1:2 in Rückstand gewesen, da war es schwer, wieder zurückzukommen. Wir haben die ersten zwei hundertprozentigen Chancen, wenn da einer reingeht, wird es leichter für die Mannschaft. Der Druck war groß, aber ich war mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Wir wollten gewinnen bis zum Schluss und haben alles dafür gemacht. Ich war zufrieden mit einem Punkt.”

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): “Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt. Wir sind relativ gut gestanden, zwei individuelle Fehler haben zu Gegentoren geführt. Unser vorrangiges Ziel war es, hier ungeschlagen zu bleiben. Die Mannschaft spürt, dass, wenn sie zusammenarbeitet und die taktischen Aufgaben einhält, der Erfolg zurückkehrt. Es war schwer, den Cup aus den Köpfen herauszukriegen, aber wir haben es geschafft.”

Ilco Naumoski (Mattersburg-Doppeltorschütze): “Das 1:5 im Cup war ein Knackpunkt. Jetzt sind wir hergekommen, um nicht zu verlieren. Nach dem Spielverlauf kann man aber nicht zufrieden sein. Wenn man 2:1 führt, muss man das nach Hause bringen.”


Cashpoint SCR Altach – SV Mattersburg 2:2 (0:1)
Cashpoint-Arena, 4.100, SR Stephan Studer/Schweiz

Tore: 0:1 (39.) Naumoski, 1:1 (48.) Ailton, 1:2 (53.) Naumoski (Elfmeter-Nachschuss),  2:2 (79.) Konrad

Altach: Michl – Stückler, D. Sereinig (78. Ze Elias), Carreno, Kling (55. Vishaj) – Karatay (74. Mayer), Guem, Pamminger, Schoppitsch – Konrad, Ailton
Mattersburg: Bliem – Pauschenwein, Malic, Sedloski, Pöllhuber – Atan, Csizmadia, Kovrig (32. Seidl), Mörz – Naumoski, Jancker (88. Salamon)
Gelb-Rote Karte: Carreno (90./Wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Guem, Ailton, Schoppitsch bzw. Pöllhuber, Seidl
Die Besten: Konrad, Ailton bzw. Naumoski, Bliem

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