Keine Spur von gestohlener Stradivari

Trotz der am Dienstag auch international angelaufenen Fahndung gibt es zu der in Wien gestohlenen Stradivari vorerst keine „heiße“ Spur.

Die Ermittler der Kriminaldirektion 1 (KD 1) haben bisher um die zehn mehr oder weniger viel versprechende Hinweise erhalten, denen sie jetzt nachgehen, sagte Bezirksinspektor Walter Blesky am Donnerstag der APA.

„In Österreich wird jeden Tag ein Kunstwerk gestohlen, meist aus Privathäusern. Interpol Wien schreibt die Kulturgüter aus – nach ihnen wird weltweit gefahndet“, heißt es auf der Homepage des Innenministeriums. Auch auf diesem Weg werden, unter der Rubrik „Fahndung – Gestohlene Kunstgegenstände – Sonstiges“ -, die beiden dem bekannten Wiener Geiger Christian Altenburger (49) über das Pfingstwochenende entwendeten Musikinstrumente gesucht. Es handelt sich um die Stradivari im Wert von bis zu 2,5 Millionen Euro sowie eine rund 120.000 Euro teure Vuillaume-Geige.

Via Bundeskriminalamt und Interpol wurden Grenzwächter und Flughäfen verständigt. Auch renommierte internationale Händler wissen nach Einschätzung von Branchenexperten über das Verschwinden der Stradivari mittlerweile längst Bescheid, meinte Blesky. Was die Diebe mit ihrer Beute anfangen wollen, kann sich der Kriminalist nicht so recht vorstellen: „Die müssen allerspätestens seit der Medienberichterstattung wissen, was die Geige Wert ist. Ein seriöser Händler nimmt sie ihnen wohl nicht ab. Auf dem Flohmarkt kriegen sie höchstens einen Bruchteil.“

Hinweise nimmt der Journaldienst der Wiener KD 1 unter der Telefonnummer (01)31310-33800 entgegen.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 6. Bezirk
  • Keine Spur von gestohlener Stradivari
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen