Kein positiver EU-Bericht für Bosnien

Bosnien-Herzegowina kann nach Angaben der neuen Leiterin der staatlichen Direktion für EU-Eingliederung, Nevenka Savic, auch heuer nicht mit einem positiven EU-Fortschrittsbericht rechnen.

Savic sagte für die Tageszeitung “Nezavisne novine” am Freitag, dass sich ihre Erwartungen auf die Daten stützten, welche die Direktion der Europäischen Union zugestellt habe. Die Bekanntgabe des Fortschrittsberichtes wird den Ankündigungen nach in Brüssel am 14. Oktober erwartet.

Savic hat Anfang dieser Woche das neue Amt übernommen, nachdem die erst im August bestellte Direktionsleiterin Lidija Topic zurückgetreten war. Zuvor war der Führungsposten in der Direktion ein Jahr lang vakant. Der Grund lag unter anderem auch im Schlüssel, nach welchem in Bosnien-Herzegowina wichtige Posten unter den drei Staatsvölkern – Bosniaken (Muslime), Serben und Kroaten – aufgeteilt werden.

Die Europäische Union hatte im vorjährigen Fortschrittsbericht politische Stagnation in Bosnien-Herzegowina diagnostiziert. Die EU-Kommission hat im Juli wegen nicht erfüllter Voraussetzungen zunächst auch keine Visa-Liberalisierung für Bosnien-Herzegowina ab Anfang nächsten Jahres vorgeschlagen.

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