Katholische Kirche: Ostern darf 2021 nicht wieder ausfallen

Man will mit allen Mitteln verhindern, dass Ostern abermals in leeren Kirchen gefeiert werden muss.
Man will mit allen Mitteln verhindern, dass Ostern abermals in leeren Kirchen gefeiert werden muss. ©APA/BARBARA GINDL
Die römisch-katholische Kirche hofft trotz steigender Corona-Infektionszahlen, das Osterfest nicht wie im vergangenen Jahr feiern zu müssen.

Dies sei ein echtes "Schreckenserlebnis" gewesen, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Salzburgs Erzbischof Franz Lackner, im Gespräch mit der APA nach der Frühjahrsvollversammlung. Bei den Gläubigen seien Müdigkeit und Ungeduld zu spüren. Dass Gottesdienste nach der Coronakrise bald wieder aussehen wie davor, glaubt er nicht.

Strenge Regeln für Gottesdienste zu Ostern vorgesehen

Die Bischöfe haben nach ihrer Vollversammlung, die auch diesmal wieder online stattgefunden hat, auch eine Erklärung zur Pandemie veröffentlicht. "Mit großem Verständnis und einem erstaunlichen Geist solidarischer Verbundenheit hat die Bevölkerung die vielen Einschränkungen mitgetragen", heißt es darin. Ermüdungserscheinungen seien aber nicht zu übersehen. "Die Kultur des Zusammenhalts und der gegenseitigen Wertschätzung wurde in unserem Land auf eine enorme Belastungsprobe gestellt."

Nun wolle man "mit allen Mitteln vermeiden", dass Ostern abermals in de facto leeren Kirchen gefeiert werden muss, so Lackner. Orientieren will man sich an den Gottesdiensten zu Weihnachten mit strengen Regeln für die Besucher. Weitere traditionelle Feiern wie die Palmprozession würden ohnehin im freien mit gebotenem Abstand abgehalten. "Wir leben auf Hoffnung hin", so der Erzbischof Lackner und: "Es gibt Licht am Ende des Tunnels."

Gottesdienste nach Pandemie nicht mehr dieselben wie zuvor

Vorgaben bezüglich einer Impfung will Lackner keine machen. "Wir respektieren auch, wenn der oder die Einzelne sagt, man will das nicht." Allerdings sollten sich jene Menschen dann auch fragen, welchen Beitrag sie sonst leisten können, etwa das weitere Tragen einer Maske oder andere "Ausgleichshandlungen". Grundsätzlich sieht die Kirche die Impfungen positiv: "Wir halten uns da an die zuständigen Experten, die diese Fragen auch durchgedacht und diskutiert haben."

Zur Frage, ob die Gottesdienste in der römisch-katholischen Kirche nach Ende der Pandemie wieder so aussehen werden, wie vor dem Ausbruch, meinte der Vorsitzende der Bischofskonferenz: "Ganz gleich wird es sicher nicht sein." Sicherlich werde es auch Anfangsschwierigkeiten geben. Die Menschen hätten sich aber auch mittlerweile an Übertragungen im Fernsehen und im Internet gewöhnt.

(APA/Red)

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